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„Auch wenn ich dafür Paderborn verlassen muss“

Dr. Matthias Jendrek verlässt nach vier Jahren die Theologische Fakultät Paderborn

Dr. Matthias Jendrek: „Das Projekt BasisBibel ist sehr spannend und ich freue mich darauf, dort einzusteigen, auch wenn ich dafür Paderborn verlassen muss.“ | Foto: ThF-PB
Dr. Matthias Jendrek: „Das Projekt BasisBibel ist sehr spannend und ich freue mich darauf, dort einzusteigen, auch wenn ich dafür Paderborn verlassen muss.“ | Foto: ThF-PB

Mit erfolgreich abgeschlossener Promotion zum Doktor der Theologie an der Universität Mainz in diesem Wintersemster verlässt Dr. Matthias Jendrek (33) nach vierjähriger Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Altes Testament die Theologische Fakultät Paderborn. Ab Mai übernimmt er in Stuttgart die Arbeit als Übersetzer und Redakteur im Projekt „BasisBibel“ bei der Deutschen Bibelgesellschaft.

Eine wesentliche Aufgabe des Exegeten sei die Übersetzung, „nicht nur von Sprache zu Sprache, von Hebräisch oder Griechisch ins Deutsche, sondern auch von einer Zeit in die andere; jeweils ins Jetzt des Exegeten“, erklärt Dr. Jendrek sein bevorzugtes Arbeitsfeld. Das habe ihn auch dazu motiviert, während seiner Promotion zwischendurch noch ein Redaktionsvolontariat beim „Katholischen Sonntagsblatt“ zu absolvieren. Nach der kürzlich abgeschlossenen Promotion beim Mainzer Professor Dr. Thomas Hieke habe er nun die Möglichkeit bei der Deutschen Bibelgesellschaft an dem Projekt „BasisBibel“ mitzuarbeiten. „Das Neue Testament und die Psalmen dieser Bibelübersetzung sind schon erschienen. Ich soll jetzt an der Erstellung der Ausgabe des Alten Testaments mitwirken.“

Die „BasisBibel“ orientiere sich an den Lesegewohnheiten des „Jetzt“. Die Sätze dürften nicht zu lang werden und nicht zu verschachtelt sein. Es gehe nicht um eine „leichte Sprache“, auch der verwendete Wortschatz solle nicht zu klein werden. Aber seltene Begriffe, Fach- und Fremdworte oder gar „Bibeldeutsch“ sollten nicht vorkommen, berichtet Dr. Jendrek von dem besonderen Exegese-Projekt.

Eine weitere Besonderheit sei, dass der später erarbeitete Text nicht mit dem Hauptziel eines gedruckten Buches erstellt, sondern von Beginn an „crossmedial“ aufbereitet werde. „Die BasisBibel gibt es außer als Buch auch im Web und als App.“ Eine besondere Stärke der elektronischen Formate seien die sogenannten Hyperlinks, die sich die Verantwortlichen des Projekts zu Nutze machen wollten: „In den elektronischen Fassungen sind über Links Wort- und Sacherklärungen direkt erreichbar. In der gedruckten Ausgabe erscheinen sie verkürzt am Rand, um schnell verfügbar zu sein.“ Man solle nicht erst nachschlagen müssen, falls Begriffe doch mal unklar seien solten. „Das Projekt BasisBibel ist sehr spannend und ich freue mich darauf, dort einzusteigen, auch wenn ich dafür Paderborn verlassen muss“, sagt Dr. Jendrek.

Der heute 33-jährige Matthias Jendrek wurde 1983 in Ludwighafen am Rhein geboren. Von 2003 bis 2009 studierte er katholische Theologie auf Diplom an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Sein Auslandssemester verbrachte er an der Glasgow University in Schottland. Von 2009 bis 2011 absolvierte Jendrek ein Redaktionsvolontariat beim Katholischen Sonntagsblatt des Bistums Rottenburg-Stuttgart in Kooperation mit dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) in München. Von 2011 bis 2013 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum am Lehrstuhl für Altes Testament im Rahmen des Käte Hamburger Kollegs „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“. Abschließend wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Theologische Fakultät Paderborn.