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Christoph Jacobs referiert bei der Tagung der Arbeitsgruppe „Kirchen in Europa“ des Petersburger Dialogs

Der Pastoralpsychologe setzt „den Mensch in der Krise“ mit dem „Auftrag der Kirche angesichts der Corona-Pandemie“ in Verbindung

Professor Christoph Jacobs, Lehrstuhlinhaber für Pastoralpsychologie und -soziologie der Theologischen Fakultät Paderborn, referiert am 24. Februar 2021 zum Thema „Der Mensch in der Krise ist Gottes Anliegen: Der Auftrag der Kirche angesichts der Corona-Pandemie“ im Rahmen der digital durchgeführten Tagung der Arbeitsgruppe „Kirchen in Europa“ des Petersburger Dialogs. Die Tagung widmet sich dem aktuellen Thema „Die Corona-Pandemie und ihr Einfluss auf die Kirchen in Deutschland und Russland: Herausforderungen und Konsequenzen“. Sie steht unter der Leitung von Dr. Johannes Oeldemann, Direktor des Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Paderborn, und Archimandrit Filaret (Bulekow), stellvertretender Vorsitzender des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, Moskau. Weitere Referenten sind Erzpriester Ioann Kudrjawzew, Mitglied der Kommission für Krankenhausseelsorge der Moskauer Diözese, Moskau („Die Tätigkeit der Moskauer Diözesankommission für Krankenhausseelsorge während der COVID-19-Pandemie“), Stefan Kube, Leiter des Instituts G2W – Ökumenisches Forum für Glauben, Religion und Gesellschaft in Ost und West, Zürich („Corona – Anfragen an das kirchliche Selbstverständnis“) und Pawel Lebedew, Leiter der Abteilung für die Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriachats, Moskau („Die Zusammenarbeit der Russischen Orthodoxen Kirche mit den Staatsorganen der Russischen Föderation während der COVID-19- Pandemie“). 

Hintergrund zur Arbeitsgruppe „Kirchen in Europa“ und zum „Petersburger Dialog“

Seit dem Jahr 2007 gibt es im Rahmen des Petersburger Dialogs die Arbeitsgruppe „Kirche in Europa“. In ihr kommen Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen, der katholischen und der orthodoxen Kirchen aus Deutschland und Russland zusammen, um sich über aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen und ihre Implikationen für die christlichen Kirchen auszutauschen. Im Mittelpunkt stehen sozialethische und bildungspolitische Fragen, zu denen die Kirchen ihren Beitrag leisten wollen, um allen gesellschaftlichen Gruppierungen und Schichten eine menschenwürdige Gestaltung ihres Lebens und die Teilhabe an gesellschaftlichen Entwicklungen und Prozessen zu ermöglichen. Darüber hinaus betrachten die Kirchen den Petersburger Dialog als ein Forum, das einen Raum für den Gedankenaustausch mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur etc. bietet und damit die Möglichkeit eröffnet, christliche Grundüberzeugungen und Wertvorstellungen in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Weitere Referenten sind 

Der Petersburger Dialog wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen, um im Rahmen bilateraler Tagungen gesellschaftliche Zeitfragen und Fragen der deutsch-russischen Beziehungen zu erörtern. Beteiligt sind Expertinnen und Expertinnen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus allen Bereichen der Gesellschaften Deutschlands und Russlands. Der Dialog versteht sich nicht nur als eine regelmäßig tagende deutsch-russische Diskussionsplattform, sondern fungiert auch als Ideengeber für konkrete Projekte. Durch die Einbeziehung von zentralen Institutionen und nichtstaatlichen Organisationen, die sich mit dem deutsch-russischen Dialog befassen, werden bestehende Netzwerke gestärkt und neue Konzepte entwickelt. In Plenar- und Arbeitsgruppensitzungen werden die Schlüsselthemen der deutsch-russischen Beziehungen diskutiert. Zwischen den Jahrestagungen werden bei weiteren Treffen der zehn Arbeitsgruppen konkrete Fragestellungen im kleinen Kreis erörtert.