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„Das Gemeinsame ist das Entscheidende“

Professor Wolfgang Thönissen über den Gewinn ökumenischer Zusammenarbeit

Ökumene-Professor Dr. Wolfgang Thönissen ist Leitender Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts und zurzeit Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn. | Foto: ThF-PB

Ökumene-Professor Dr. Wolfgang Thönissen sieht im gemeinsamen Ringen aller Konfessionen an der Einheit der Christen einen großen Gewinn für alle Beteiligten. „Die Ökumene ist eine Art von Vermehrung. Man gewinnt mehr, wenn man zusammenarbeitet“, sagte der Leitende Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumene und derzeitige Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn am Donnerstag, 21. Juni, in einem Interview mit dem Kölner Domradio anlässlich des Besuchs von Papst Franziskus beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf, bei dem der Pontifex die Christen aller Welt wiederholt zur Einheit aufgerufen hatte.

Ein Gewinn aus der ökumenischen Zusammenarbeit stelle sich dann ein, wenn sich die verschiedenen Konfessionen weiterhin „gemeinsam an bestimmten Dingen“ abarbeiteten. „Ich glaube, das Gemeinsame ist das Entscheidende. Und da gewinnt man etwas. Man hat eine Art von Zugewinn“, erklärte der Ökumene-Experte. „Das will der Papst auf alle Fälle stärken.“

Eine besondere Herausforderung für die ökumenische Bewegung sieht Professor Thönissen aktuell in der vielerseits verstärkten Betonung der eigenen Identität bis an die Grenze ihrer Absolutsetzung, ob im gesellschaftlich-politischen oder im religiösen Bereich. „Wir leben in einem schwierigen Zeitalter. Ich glaube, dieses ‚Identitäre‘, das steht heute ganz stark im Vordergrund. Und das wäre natürlich der Tod der Ökumene“, befürchtet Professor Thönissen.

Das ganze Interview auf domradio.de.