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Der Paderborner Dom: Geschichte – Architektur – Ausstattung

Buch über den Paderborner Dom beleuchtet die Historie des gotischen Gotteshauses

Am Ort des Geschehens: Professor Dr. Christoph Stiegemann und Dompropst Monsignore Joachim
Göbel mit dem neuen Buch über den Paderborner Dom. | Foto: pdp/Lena Reiher

Karl der Große war es, der im 8. Jahrhundert den Bau eines ersten Domes in Paderborn initiiert hat. Im Hochmittelalter folgten weitere Bauten der Bischöfe Meinwerk und
Imad – wurde der Paderborner Dom doch oft Ziel kriegerischen Auseinandersetzungen und Brände. Der heutige unverwechselbare gotische Bau im Herzen Paderborns entstand 1068 und hat aus diesem Anlass im Sommer dieses Jahres sein 950-jähriges Weihe-Jubiläum begehen können. Die ereignisreiche Geschichte der Bistumskirche hat nun Platz gefunden im reich bebilderten Buch „Der Paderborner Dom: Geschichte – Architektur – Ausstattung“, herausgegeben vom Metropolitankapitel Paderborn.

„Die wechselvolle Baugeschichte des Domes führt vor Augen, dass es in seiner Geschichte immer einen Wandel gegeben hat und der Dom in dieser Hinsicht als nie ganz fertig gebaut zu betrachten
ist“, verdeutlicht Dompropst Monsignore Joachim Göbel. Dennoch gehört der Paderborner Dom mit seinen Vorgängerbauten zu den am besten erforschten Kirchengebäuden Deutschlands. Daher
können auf den 576 Seiten des Dom-Buches Geschichte, Geologie, Archäologie und Kunstgeschichte, Ausstattung, Orgelbau, Glockenguss und denkmalgerechte Sanierung in einem Band vereint werden und so ein facettenreiches Panorama des jahrhundertealten Gotteshauses bieten.

Durch die enge Kooperation zahlreicher Fachwissenschaftler werden die spätmittelalterlichen Veränderungen, die Neuinterpretation des Barock, die Erneuerungen des 19. Jahrhunderts sowie die
Zerstörung und der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu weiteren Themen der Publikation. Auch die umfassende Neugestaltung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil und die jüngsten Restaurierungsmaßnahmen werden dargestellt.

„Der Paderborner Dom in seiner das Stadtbild prägenden Gestalt ist eine in Stein gebaute Erinnerung an die Generationen von Gläubigen, die ihren Glauben in der Zeit bezeugt und somit Kirche aus lebendigen Steinen errichtet haben“, führt Dompropst Göbel weiter aus. Das Hardcover mit Schutzumschlag ist im Buchhandel für 69 Euro zu erhalten, bis zum Ende der Gotik-Ausstellung am 13. Januar 2019 auch an der Kasse des Erzbischöflichen Diözesanmuseums für 49,95 Euro.