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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6

Die Theologische Fakultät wünscht ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes neue Jahr

Liebe Angehörige, Freundinnen und Freunde unserer Fakultät,

viele von uns verbinden mit dem Weihnachtsfest idyllische Bilder und schöne Erinnerungen – Freude, Geborgenheit, Gemeinschaft, Gemütlichkeit, Genuss … Manche haben aber auch andere Erfahrungen gemacht und tun sich gerade deshalb schwer damit. Tröstlich kann für solche Menschen der biblische Ursprung des Festes sein, der alles andere als idyllisch und gemütlich war. Zuerst eine beschwerliche Reise von Nazareth bis Bethlehem, auf mühsamen und gefährlichen Straßen, zu Fuß, bestenfalls mit einem Esel. Maria hochschwanger. Josef besorgt. Sie waren nicht wohlhabend, konnten sich keinen Luxus, keine Reiseerleichterungen leisten. Dann die Herbergssuche in Bethlehem: kein Platz für das Paar, ein primitives Quartier in einem der Ställe, die in den zahlreichen Höhlen rund um Bethlehem untergebracht waren. Als Bettchen diente dem Neugeborenen der Futtertrog.

Wer sich schwer tut, den Heiligen Abend zu feiern, mag Trost darin finden, dass auch Maria und Josef mit dieser Nacht, die uns so heilig ist, ihre Not hatten. Sie können sicher mitfühlen mit denen, die zu Weihnachten lieber zu Hause wären als im Gefängnis, lieber bei ihrer Familie als in einem fremden Land als Arbeitssuchende oder Flüchtlinge. Sicher sind Maria und Josef denen besonders nahe, die 2019 einen lieben Menschen verloren haben und zum ersten Mal Weihnachten ohne ihn feiern.

Ebenso glauben wir, dass das heilige Paar in dieser für beide so schweren Nacht auch ganz besonders denen nahe ist, die dieses Weihnachtsfest nicht als Paar feiern, weil ihre Ehe oder ihre Beziehung zerbrochen ist. Vielleicht geschieht gerade in diesem Jahr – wie damals – das Unerwartete, als den Hirten in der Dunkelheit der Nacht die Engel eine Freudenbotschaft brachten und sie zum kleinen, zunächst unscheinbaren Licht führten, aus dem der Retter, Messias, Christus und ersehnte Erlöser als Hoffnung der Welt hervorgehen sollte.

Mögen uns allen und denen, die uns verbunden sind, in den weihnachtlichen Tagen und im neuen Jahr 2020 solche Momente geschenkt sein, in denen wir durch unseren Glauben an den menschgewordenen Gottessohn und Erlöser Trost erfahren, Freude spüren und Hoffnung schöpfen!

Das wünschen wir Ihnen und Euch

Prof. Dr. Stefan Kopp, Rektor
Prof. Dr. Christoph Jacobs, Prorektor
Prof. Dr. Dr. Andreas Koritensky, Sekretär