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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6
wissenschaftliche Fachzeitschrift
Theologie und Glaube

“Theologie und Glaube“ ist eine theologisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift und erscheint viermal jährlich online und im Druck

 

Die Fachzeitschrift wurde 1908 von der Theologischen Fakultät Paderborn (damals unter dem Namen „Bischöfliche philosophisch-theologische Fakultät zu Paderborn“) begründet. Seit ihrer Gründung versteht sich die Zeitschrift als Plattform für den theologischen Diskurs in seiner gesamten Bandbreite. „Theologie und Glaube“ wird seit 2007 vom Aschendorff Verlag in Münster publiziert und vertrieben.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Beiträge und Rezensionen aus allen Disziplinen der Theologie sowie aus dem gesamten Spektrum der für die christliche Theologie relevanten Themenbereiche. Zur Qualitätssicherung werden sämtliche Beiträge einem Peer-review-Verfahren unterzogen. Es werden ausschließlich Erstpublikationen veröffentlicht. In der Regel erscheinen zwei Hefte eines Jahrgangs als Themenhefte, bei denen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Artikel von der Schriftleitung gezielt angefragt werden.

Herausgeber von „Theologie und Glaube“ ist das Professorium der Theologischen Fakultät Paderborn. Aus diesem Herausgeberkreis wird jeweils für drei Jahre eine Schriftleitung bestimmt.

Aktuelles Heft

Theologie
und Glaube

Jahrgang 110
Ausgabe 4/2020

Mit Beiträgen von Wunibald Müller, Christiane Bundschuh-Schramm, Michael Menke-Peitzmeyer, Johannes Först und Michael N. Ebertz

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Beiträge in dieser Ausgabe

Wunibald Müller
„Ein Mensch ist der Priester. Er ist also aus keinem anderen Holze gemacht wie wir alle“ Anregungen und Anforderungen für eine heutige zeitgemäße Ausbildung von Priestern (341–358)

DE: Vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen im Recollectio-Haus ergeben sich folgende Anforderungen für eine zeitgemäße Ausbildung von Priestern: Selbsterfahrung im Sinne einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst; die Kompetenz, personenbezogen kommunizieren zu können; die Fähigkeit zur Intimität, was unter anderem impliziert, angemessen mit Nähe und Distanz umgehen zu können; die offene Aussprache und Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität; die Fähigkeit zur Hingabe und Selbsttranszendenz.

EN: In light of my experience in the “Recollecio-House”, the following is needed for a contemporary education of priests: Self-experience, in the sense of having wrestled with oneself; competence in interpersonal communication; the ability for intimacy, which, among other things, implies the ability to handle closeness and distance in an appropriate manner; the ability to openly address and engage one’s own sexuality; and the ability to be devoted and self-transcendent.

Christiane Bundschuh-Schramm
Was erwarten Frauen in der Pastoral von der heutigen Priesterausbildung? (359–371)

DE: Die Ausbildung steht aufgrund der mannigfachen Krisen der Kirche im Fokus. Vielleicht zu sehr, denn die Ausbildung kann nicht alle Probleme lösen, deren Bewältigung man von ihr erwartet. Aber sie bietet ein besonderes Setting und auch einen Schutzraum, um eine Kirche zu entwerfen, zu erproben und zu üben, die in Zukunft gebraucht wird, um eine Zukunft zu haben. Es wird eine Kirche mit den Frauen sein, eine gendergerechte Kirche. Aber sie ist nicht umsonst zu bekommen, wichtige Weichenstellungen sind in der Ausbildung nötig, wenn auch nicht nur dort.

EN: Due to a variety of crises of the church, the apprenticeship is in focus. Maybe too much, since it cannot solve all the problems that it is expected to solve. But it offers a special setting and a shelter to design, test and practice a church which is needed in the future in order to have a future. It will be a church with women, a church with gender justice. But it cannot be obtained for nothing; important decisions are needed in apprenticeship, even if not only there.

Michael Menke-Peitzmeyer
Am Ende vieler Sicherheiten – „Priester werden“ an einer Zeitenwende Zur gegenwärtigen Befindlichkeit der Priesteramtskandidaten, ihren Anliegen und Perspektiven (372–395)

DE: Angesichts der gegenwärtigen Kirchenkrise, die sich mit der Veröffentlichung der MHG-Studie im September 2018 zugespitzt hat, steht auch die Priesterausbildung vor neuen Herausforderungen. Ausgehend von Resonanzen der Paderborner Priesteramtskandidaten auf die momentane Situation werden in dem vorliegenden Beitrag verschiedene Desiderate an die künftige Priesterausbildung formuliert. Sie sollen dabei helfen, die gegenwärtigen Krisenphänomene nicht nur passiv auszuhalten, sondern ebenso problembewusst wie konstruktiv mit ihnen umzugehen und zur Entwicklung einer neuen Kirchengestalt beizutragen.

EN: With regard to the dramatic crisis of the catholic church sharpened by the publication of the „MHG-Studie“ (= study on sexual abuse in the German catholic church since 1945) of September 2018, the formation of priests, too, is confronted with new challenges. On the basis of the personal reflections on the future of priestly formation collected by the seminarians of Paderborn archdiocese, this article emphasizes that a merely passive enduring of the crisis is not useful. On the contrary, it is necessary to contribute to a problem-conscious and also constructive development of a new form of catholic church in the future.

Johannes Först
Abstraktes Denken, Selbstrelativierung und Forschergeist 
Zur aktuellen Bedeutung theologischer Wissenschaft in der Priesterausbildung
(396–416)

DE: Dieser Beitrag arbeitet mit abstraktem Denken, Selbstrelativierung und Forschergeist drei zentrale Funktionen theologischer Wissenschaft für die heutige Priesterausbildung heraus. Dabei fokussiert der Text in einer problemorientierten Perspektive auf drei Modernisierungsphänomene, die derzeit nicht nur den Klerus, sondern die gesamte Kirche herausfordern: (fehlende) Subjektorientierung in der Seelsorge, Konversionsphänomene und naturwissenschaftliche Weltbilder in der Gesellschaft. Abschließend markiert der Text die ausbleibende Weiterentwicklung des katholischen Priesterbildes als Hindernis für die kirchliche Seelsorge und als Gefährdung für den zukünftigen Fortbestand des kirchlichen Weiheamtes überhaupt.

EN: This article reflects with abstract thinking, self-relativization and spirit of research on three key functions of theological science for the contemporary training and formation of candidates of the priest ministry. In a problem-oriented way, it focusses on three selected (late) modern phenomena that challenge the future clergy and the church as a whole: (missing) subject orientation in pastoral care, conversion-phenomena and natural-scientific views of the world. The article finally criticizes the lack of further development of the catholic conception of the priest, which handicaps pastoral care and is an immediate danger for the future existence of the catholic ordained ministry in general.

Michael N. Ebertz
Von der „Vollmacht“ zur Ohnmacht?
Herausgeforderter Klerikalismus im Feld der Glaubenskämpfe (417–436)

DE: Der Begriff „Priester“ weist erstens auf das Feld der Religion und damit zweitens auf andere Felder hin, in denen entschieden wird, was jeweils legitime Praxis ist und die Identität der Akteure ausmacht. Drittens bezieht sich „Priester“ auf Relationen zu anderen christlichen Feldern, die den sakramentalen Sonderstatus ablehnen, sowie viertens auf die Relation der „Amtspriester“ untereinander. Ein fünftes Feld bildet das Verhältnis zu den Laien, die aus der Semantik der Brüderlichkeit ausgeschlossen wurden. Auch Laien nehmen an den feldinternen Kämpfen teil. Dabei kippt inzwischen das innerkirchliche Machtverhältnis, das schon lange von einem Prozess der „funktionalen Demokratisierung“ erfasst wird – wer weiß, wohin?

EN: The phrase “priest” firstly implies the field of religion and thus secondly other fields. These arenas decide what is legitimate practice and what constitutes the identity of the actors. Thirdly, “priest” points to relations to other Christian fields that reject the sacramental special status, and fourthly to the relation of the “official priests” to one another. A fifth field is made up of the relation to laypeople who have been excluded from the semantics of fraternity. Laypeople also take part in the internal struggles. The balance of power within the church, which is captured by a process of “functional democratization”, is now tipping over – who knows in which direction?

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Manuskriptangebote können der Redaktion von „Theologie und Glaube“ jederzeit ungefragt zugesandt werden.

Eingereichte Beiträge werden in einem ersten Schritt von der Redaktion und Schriftleitung auf ihre generelle Publikationsfähigkeit überprüft. Falls diese gegeben ist, werden die Beiträge in einem zweiten Schritt durch ein Peer-Review-Verfahren von mindestens einer Fachgutachterin oder einem Fachgutachter auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft. Auf der Grundlage dieser Bewertung entscheidet die Schriftleitung, ob der Beitrag abgelehnt oder ohne bzw. mit Überarbeitung angenommen wird. In strittigen Fällen kann auch ein weiteres Gutachten hinzugezogen werden.

Die Schriftleitung betrachtet es darüber hinaus als ihre Aufgabe, einzelne Hefte von „Theologie und Glaube“ auf der Grundlage inhaltlicher Überlegungen zu konzipieren. Für diese Themenhefte werden Autorinnen und Autoren gezielt angefragt und um einen Beitrag gebeten.

Wir bitten darum, Schriftverkehr jeglicher Art an die Redaktion zu richten. Für die Veröffentlichung bestimmte Texte sind als Word-Datei direkt an die Redakteurin, Frau Svenja Wesemann, zu senden.
Unverlangt zur Besprechung eingesandte Bücher werden angezeigt; eine ausführliche Rezension kann jedoch nicht garantiert werden.

Manuskripthinweise
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Kontakt zur Redaktion

M.A. Svenja Wesemann

Redaktion
Telefon: 05251 121 740

Schriftleitung

Bernd Irlenborn

Professor für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik

zur Person

Christoph Jacobs

Professor für Pastoralpsychologie und Pastoralsoziologie

zur Person

Prof. Dr. Michael Konkel

Michael Konkel

Professor für
Altes Testament

zur Person

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