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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6
wissenschaftliche Fachzeitschrift
Theologie und Glaube

“Theologie und Glaube“ ist eine theologisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift und erscheint viermal jährlich online und im Druck

 

Die Fachzeitschrift wurde 1908 von der Theologischen Fakultät Paderborn (damals unter dem Namen „Bischöfliche philosophisch-theologische Fakultät zu Paderborn“) begründet. Seit ihrer Gründung versteht sich die Zeitschrift als Plattform für den theologischen Diskurs in seiner gesamten Bandbreite. „Theologie und Glaube“ wird seit 2007 vom Aschendorff Verlag in Münster publiziert und vertrieben.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Beiträge und Rezensionen aus allen Disziplinen der Theologie sowie aus dem gesamten Spektrum der für die christliche Theologie relevanten Themenbereiche. Zur Qualitätssicherung werden sämtliche Beiträge einem Peer-review-Verfahren unterzogen. Es werden ausschließlich Erstpublikationen veröffentlicht. In der Regel erscheinen zwei Hefte eines Jahrgangs als Themenhefte, bei denen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Artikel von der Schriftleitung gezielt angefragt werden.

Herausgeber von „Theologie und Glaube“ ist das Professorium der Theologischen Fakultät Paderborn. Aus diesem Herausgeberkreis wird jeweils für drei Jahre eine Schriftleitung bestimmt.

Aktuelles Heft

Theologie
und Glaube

Jahrgang 111
Ausgabe 4/2021

Mit Beiträgen von Josef Meyer zu Schlochtern, Rüdiger Althaus, Sveva Gai, Robert Süße und Michael Ströhmer

ZUM HEFT

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Die Geschichte der Theologischen Fakultät Paderborn ist seit ihrer Gründung im Jahr 1614 als Academia Theodoriana dank eines dichten Quellenbestands gut rekonstruierbar. Schriftliche Quellen wie Stiftungsurkunden, Statuten, die Jahresberichte der Jesuiten und auch die Matrikel der Universität bieten einen ergiebigen Fundus für historische Forschungen. Die Geschichtsschreibung nimmt bei Hochschulen wie Universitäten und Akademien zumeist die Bereiche von Lehre und Forschung in den Blick; seltener werden die infrastrukturellen Voraussetzungen dieser Institutionen untersucht. Der Betrieb und die Entwicklung einer Universität ist allerdings auch abhängig von bestimmten materiellen Bedingungen.

Das vorliegende Heft von Theologie und Glaube betrachtet beide Ebenen: Untersucht werden Fragen der Leitungsstruktur der Academia Theodoriana und ebenso Themen der Baugeschichte und der Wasserversorgung des Jesuitenkollegs in Paderborn.

Herausgegeben in besonderer Verantwortung von Josef Meyer zu Schlochtern

Beiträge in dieser Ausgabe

Prof. Dr. Rüdiger Althaus
Rüdiger Althaus
Die Stellung der Academia Theodoriana im Spiegel der Ämter ihrer Leitung (310–337)

DE: Anhand ausgewählter Statuten der Academia Theodoriana in Paderborn werden in diesem Beitrag die Kompetenzen der Leitungsverantwortlichen aufgezeigt. Dabei wird die Entwicklung von einer streng hierarchisch strukturierten Jesuiten-Universität zu einer (analog zu einer staatlichen Fakultät) durch ein Gremium der Universitätsgemeinschaft (Fakultätskonferenz) unter Oberaufsicht des Erzbischofs geleiteten Hochschule deutlich.
EN: By analysing some specific statutes of the “Academia Theodoriana” of Paderborn, this article shows what kind of iurisdiction was connected with the leading positions of this institution. Hereby, the development from a Jesuit-University with its strict hierarchical structure towards a university which is governed by a body of the university-community under the superintendence of the archbishop of Paderborn becomes obvious.

Dr. Sveva Gai
Sveva Gai / Robert Süße
Vom Minoritenkloster zum Jesuitenkolleg in Paderborn.
Der archäologische Beitrag zu den Schriftquellen (338–361)

DE: Der folgende Artikel berichtet über verschiedene archäologische Grabungen in Paderborn, die in den Jahren 2001 an der Johanniskirche, 2016 im Bereich des Schulhofes und 2019 im Pausenhof des Gymnasiums Theodorianum durchgeführt worden sind. Die Ergebnisse der Grabungen haben auf der einen Seite bestätigt, was über die Baugeschichte des Areals um die 1614 gegründete Academia Theodoriana schon bekannt war, zugleich wurden jedoch Reste der Bebauung vor Errichtung der Jesuitenuniversität entdeckt.
EN: The following article gives a report on several archaeological excavations in Paderborn, carried out in 2001 near the site of the Church of St. John, under the schoolyard of the Gymnasium in 2016 and under the enclosed playground of the Gymnasium Theodorianum in 2019. The results of the excavations confirmed to some extent what was already known about the architectural history of the area around the “Academia Theodoriana”, but at the same time some remains were discovered which date from the time before the Jesuit University was built.

Prof. Dr. Michael Ströhmer
Michael Ströhmer
Die Wassernot im Paderborner Jesuitenkolleg.
Brunnen und Wasserkünste im konfessionspolitischen Ressourcenkonflikt (1596–1629) (362–391)

DE: Ressourcenkonflikte um sauberes Trinkwasser zählen zur Alltagsgeschichte der Vormoderne. Das Fallbeispiel einer lokalen „Wassernot“ um das Jahr 1600 im Paderborner Jesuitenkolleg dokumentiert eine vielschichtige Konfliktlage: Der Fall zeigt die macht- und konfessionspolitischen Frontstellungen zwischen den politischen Akteuren. In diesem hitzigen Klima von „Reformation“ und „Gegenreformation“ nutzten Fürstbischof, Landstände und Bürgerschaft Defizite in der urbanen Wasserversorgung Paderborns offenbar als konfessionspolitische Instrumente, um letztlich profane Machtinteressen durchzusetzen.
EN: Resource conflicts over clean drinking water are part of everyday history of the so-called “premodern era”. The case study of a local “water emergency” in the Paderborn Jesuit College around the year 1600 documents a multi-layered conflict situation: the case reveals the power-related and denominational political front positions between the political actors. In this heated climate of “Reformation” and “Counter-Reformation”, the prince-bishop, the estates and the bourgeoisie apparently used deficits in the urban water supply as denominational instru-ments to ultimately enforce profane power interests.


Eine Übersicht der Beiträge und Abstracts ab Heft 3/2020 finden Sie hier:

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Manuskriptangebote können der Redaktion von „Theologie und Glaube“ jederzeit ungefragt zugesandt werden.

Gerne nehmen wir auch Reaktionen auf aktuelle theologisch relevante Themen, Diskussionen oder Ereignisse in Form von Kommentaren oder Kurzbeiträgen an. Diese sollten eine Länge von 15.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Wir bitten um eine vorherige Absprache mit der Redaktion, damit eine kurzfristige Planung möglich ist.

Eingereichte Beiträge werden in einem ersten Schritt von der Redaktion und Schriftleitung auf ihre generelle Publikationsfähigkeit überprüft. Falls diese gegeben ist, werden die Beiträge in einem zweiten Schritt durch ein Peer-Review-Verfahren von mindestens einer Fachgutachterin oder einem Fachgutachter auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft. Auf der Grundlage dieser Bewertung entscheidet die Schriftleitung, ob der Beitrag abgelehnt oder ohne bzw. mit Überarbeitung angenommen wird. In strittigen Fällen kann auch ein weiteres Gutachten hinzugezogen werden.
 
Die Schriftleitung betrachtet es darüber hinaus als ihre Aufgabe, einzelne Hefte von „Theologie und Glaube“ auf der Grundlage inhaltlicher Überlegungen zu konzipieren. Für diese Themenhefte werden Autorinnen und Autoren gezielt angefragt und um einen Beitrag gebeten.

Wir bitten darum, Schriftverkehr jeglicher Art an die Redaktion zu richten. Für die Veröffentlichung bestimmte Texte sind als Word-Datei direkt an die Redakteurin, Frau Svenja Wesemann, zu senden.
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Manuskripthinweise
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Kontakt zur Redaktion

Svenja Wesemann, M. A.

Redaktion
Telefon: 05251 121 740

Schriftleitung

Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn

prof. dr. dr. Bernd Irlenborn

Professor für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik

zur Person

prof. dr. Christoph Jacobs

Professor für Pastoralpsychologie und Pastoralsoziologie

zur Person

Prof. Dr. Michael Konkel

Prof. Dr. Michael Konkel

Professor für
Altes Testament

zur Person

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48155 Münster
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Ein Stapel Hefte der Zeitschrift "Theologie und Glaube"

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Kamp 6
33098 Paderborn