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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6
wissenschaftliche Fachzeitschrift
Theologie und Glaube

„Theologie und Glaube“ ist eine theologisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift und erscheint viermal jährlich online und im Druck

 

Die Fachzeitschrift wurde 1909 von der Theologischen Fakultät Paderborn (damals unter dem Namen „Bischöfliche philosophisch-theologische Fakultät zu Paderborn“) begründet. Seit ihrer Gründung versteht sich die Zeitschrift als Plattform für den theologischen Diskurs in seiner gesamten Bandbreite. „Theologie und Glaube“ wird seit 2007 vom Aschendorff Verlag in Münster publiziert und vertrieben.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Beiträge und Rezensionen aus allen Disziplinen der Theologie sowie aus dem gesamten Spektrum der für die christliche Theologie relevanten Themenbereiche. Zur Qualitätssicherung werden sämtliche Beiträge einem Peer-review-Verfahren unterzogen. Es werden ausschließlich Erstpublikationen veröffentlicht. In der Regel erscheinen zwei Hefte eines Jahrgangs als Themenhefte, bei denen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Artikel von der Schriftleitung gezielt angefragt werden.

Seit 2022 wird die Zeitschrift parallel zur Print-Ausgabe auch als Open-Access-PDF auf der Seite des Aschendorff Verlags veröffentlicht und ist dort allen Interessierten kostenfrei zugänglich.

Herausgeber von „Theologie und Glaube“ ist das Professorium der Theologischen Fakultät Paderborn. Aus diesem Herausgeberkreis wird jeweils für drei Jahre eine Schriftleitung bestimmt.

Aktuelles Heft

Theologie
und Glaube

Jahrgang 112
Ausgabe 4/2022

Mit Beiträgen von Vera Waschbüsch, Bernhard Holl, Rüdiger Althaus und Peter Schallenberg.

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Beiträge in dieser Ausgabe

Porträt von Vera Waschbüsch, die dunkle, lockige Haare hat und eine Brille trägt
Vera Waschbüsch
Miss Marple in göttlicher Mission?
Urteilen und Handeln im Sinne der Bibel (258–274)

DE: Der Artikel sucht eine Verbindung zwischen dem Prophetenbuch Amos und Agatha Christies altjüngferlicher, kreativer Detektivin aufzuzeigen. Miss Marple, Prototyp der weisen, wissenden Frau, ein Füllhorn an Erfahrung, Beobachtung und Grundsätzen der Mütter und Vormütter, wird als großartigste aller von Gott je geschaffenen Detektive vorgestellt. In Christies Detektivroman „Nemesis“ (1971) nimmt die Vorstellung der gleichnamigen Rachegöttin oder eher eines Rache­engels im Kampf um Recht und Gerechtigkeit in der Zeit nach den Weltkriegen im England des 20. Jahrhunderts Gestalt an in Christies außergewöhnlicher Spürnase.

EN: The present article provides a study of the connection between the prophetical book “Amos” and Agatha Christie’s ingenious spinster detective Miss Marple. This representative character personifying wisdom and knowledge as a cornucopia of experience, observation, precepts handed down to her from earlier generations is introduced as the finest detective God ever made. In Christie’s detective novel “Nemesis” (1971), set after the world wars in 20th century England, the idea of the revenging goddess, or more likely God’s angel fighting for justice and righteousness, takes shape in Christie’s extraordinary sleuth.

Porträt von Bernhard Holl im schwarzen Hemd vor einer Backsteinwand
Bernhard Holl
Medium aevum – Die Vorstellung eines mittleren Zeitalters im westlichen Geschichtsdenken von Paulus bis zur Postmoderne (275–290)

DE: Nicht erst Humanismus und Reformation, sondern bereits die frühchristliche Soteriologie begründete die Idee einer dreiteiligen Weltgeschichte, die sich noch in Epochenbezeichnungen wie dem „Konstantinischen Zeitalter“ und der „Postmoderne“ fortsetzt. Im Kern schließt die all ihren Varianten zugrunde liegende gedanklich Figur unweigerlich so starke Wertungen ein, dass sie in der (kirchen-)historischen Forschung keinesfalls unreflektiert verwendet werden sollte.

EN: 16th century humanists and church reformers were not the first to employ the idea of a “Middle Age”, but it stems in fact from early Christian soteriological thinking and is still present in designations like the “Constantinian Age” and “Postmodernity”. At its core, the notional figure underlying all its variants is inevitably judgmental to a degree that strongly dissuades its improvident use in the study of (church) history.

Porträt von Prof. Dr. Rüdiger Althaus im dunklen Anzug vor einer Mauer im Innenhof der Fakultät
Rüdiger Althaus
Der Synodale Weg und die Beteiligung des Volkes Gottes an der Bischofswahl
Einige kirchenrechtliche Aspekte (291–309)

DE: Der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der Deutschen Katholiken getragene Synodale Weg hat Anfang 2022 den Handlungstext „Einbeziehung der Gläubigen in die Bestellung des Diözesanbischofs“ verabschiedet, der ein seit Jahrzehnten bestehendes Anliegen aufgreift. Dieser Beitrag zeigt die gesamtkirchen- und konkordatsrechtlichen Vorgaben (Abschnitt 1) sowie die ekklesiologischen Ansätze und Argumentationen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) auf (Abschnitt 2), um dann Aspekte der praktischen Umsetzung zu reflektieren (Abschnitt 3).

EN: Early in 2022, the Synodal Path of the German Bishops’ Conference and the Central Committee of German Catholics adopted a text entitled “Einbeziehung der Gläubigen in die Bestellung des Diözesanbischofs” that takes up a request existing for decades. This article discusses the churchwide requirements and the arrangements of concordance law (part 1) as well as the ecclesiological approaches and reasoning after the Second Vatican Council (1962–1965) (part 2), in order to then reflect some aspects of the practical implementation (part 3).

Porträt von Prof. Dr. Peter Schallenberg im Anzug mit Kollar
Peter Schallenberg
Interesse und Profit
Katholische Beurteilung von Impact Investing nach Laudato si’ (310–317)

DE: Der Beitrag widmet sich auf der Basis jüngerer vatikanischer Impulse zur Finanzethik der Frage, wie das Streben nach Gewinn durch dessen Orientierung an ethischen Parametern der Förderung eines global gedachten Gemeinwohls dienen kann. Im Fokus steht dabei die sozialethische Bewertung und Würdigung des sogenannten Impact Investing, das wirtschaftlichen Profit und sozio-ökologische Benefits auf besondere Weise in Einklang bringt.

EN: On the basis of recent Vatican impulses on financial ethics, this article addresses the question of how the pursuit of profit can serve the promotion of a globally conceived common good through its orientation on ethical parameters. It foucsses on the socio-ethical evaluation and appreciation of so-called impact investing, which reconciles economic profit and socio-ecological benefits in a special way.

Porträt von Prof. Dr. Rüdiger Althaus im dunklen Anzug vor einer Mauer im Innenhof der Fakultät
Rüdiger Althaus
Geistlicher Missbrauch
Kirchenrechtliche Aspekte (318–324)

DE: In den letzten Jahren erlangte das Phänomen des geistlichen Missbrauchs verstärkt Aufmerksamkeit, das sich jedoch rechtlich schwer greifen lässt. Dieser kirchenrechtliche Beitrag zeigt einige Anknüpfungspunkte auf, die insbesondere aus den grundlegenden Rechten der Gläubigen resultieren. Sie lassen erkennen, dass die Wahrung der Freiheit des Gläubigen und dessen eigene Verantwortung den Seelsorgenden Maßstab ihres Handelns sein müssen, die es in rechtliche Vorgaben zu überführen gilt.

EN: In the past years, the phenomenon of spiritual abuse has gained increased attention, but its legal assessment is difficult. This canonical article discusses some connecting factors which result especially from the fundamental rights of the faithful. They bespeak that the protection of the believer’s freedom and his or her own responsibility have to be benchmarks for workers in the pastoral care which have to be transformed into juridical standards.


Eine Übersicht der Beiträge und Abstracts ab Heft 3/2020 finden Sie hier:

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Mit Manuskriptangeboten oder Rezensionswünschen können Sie sich jederzeit an die Redaktion wenden. Gerne nehmen wir auch Reaktionen auf aktuelle theologisch relevante Themen, Diskussionen oder Ereignisse in Form von Kommentaren oder Kurzbeiträgen an. Wir bitten dabei um eine vorherige Absprache, damit eine kurzfristige Planung möglich ist.
Angebotene Beiträge müssen Erstpublikationen sein und dürfen nicht gleichzeitig bei einer anderen Zeitschrift eingereicht werden. Nach positivem Gutachten ist der Text an die formalen Vorgaben der Zeitschrift anzupassen, die unten auf dieser Seite heruntergeladen werden können.

Umfang:
Beiträge: 45.000–50.000 Zeichen mit Leerzeichen
Kurzbeiträge: 15.000 Zeichen mit Leerzeichen
Rezensionen: 5.000 Zeichen mit Leerzeichen

Review-Verfahren:

Eingereichte Beiträge werden in einem ersten Schritt von der Redaktion und Schriftleitung auf ihre generelle Publikationsfähigkeit überprüft. Falls diese gegeben ist, werden die Beiträge in einem zweiten Schritt durch ein Peer-Review-Verfahren von mindestens einer Fachgutachterin oder einem Fachgutachter auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft. Auf der Grundlage dieser Bewertung entscheidet die Schriftleitung, ob der Beitrag abgelehnt oder ohne bzw. mit Überarbeitung angenommen wird. In strittigen Fällen kann auch ein weiteres Gutachten hinzugezogen werden.
Im Falle von Themenheften entfällt die Begutachtung der angefragten Beiträge.

Manuskripthinweise
Bitte beachten Sie für das Einreichen von Beiträgen unsere Hinweise zur Manuskripterstellung.

Kontakt zur Redaktion

Svenja Schumacher, M. A.

Redaktion - Raum: K6.210
Telefon: 05251 121 740

Schriftleitung

Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn, Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik. Er steht vor einer Mauer im Garten der Theologischen Fakultät Paderborn.

prof. dr. dr. Bernd Irlenborn

Professor für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik

zur Person

prof. dr. Christoph Jacobs

Professor für Pastoralpsychologie und Pastoralsoziologie

zur Person

Prof. Dr. Michael Konkel

Prof. Dr. Michael Konkel

Professor für
Altes Testament

zur Person

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Verantwortlich für den Inhalt:

Schriftleitung „Theologie und Glaube“
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
33098 Paderborn

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