Intranet
Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6

Kirchenhistoriker Frank Sobiech spricht in Jerusalem über Friedrich Spee

Dr. Sobiech vor „The Central Archives for the History of the Jewish People Jerusalem“ (CAHJP) von „The Hebrew University of Jerusalem“. | Foto: ThF-PB

Nach seinen ersten intensiven Forschungstagen im Archivio storico della Custodia di Terra Santa (ACTS) des Salvatorklosters der Franziskaner in Jerusalem hat Kirchenhistoriker PD Dr. Frank Sobiech im Rahmen seines Forschungsaufenthalts im Heiligen Land jetzt auch seinen geplanten Vortrag über den bekannten Jesuiten Friedrich Spee (1591–1635) in der Reihe „Görres Lecture“ an der benediktinischen Dormitio-Abtei gehalten. Aufgrund des hohen Interesses der Zuhörerschaft wurde eine Neuauflage 2020 im gleichen Format in Aussicht genommen.

Blick vom Ölberg auf die Altstadt von Jerusalem. | Foto: ThF-PB

Der Titel des in englischer Sprache gehaltenen Vortrags lautete „The Problem of Torture and the Cautio Criminalis by Friedrich Spee“ (dt. „Das Problem der Folter und die Cautio Criminalis von Friedrich Spee“). Zahlreiche Gäste hatten sich von dem Angebot des Jerusalemer Instituts der Görres-Gesellschaft (JIGG) ansprechen lassen und folgten aufmerksam den Ausführungen zum Lebensumfeld von Friedrich Spee, zur Gefängnisseelsorge der Jesuiten während der Hexenprozesse im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation im 16. und 17. Jahrhundert sowie zum Problem der Folter.

Inhaltlich konnte Dr. Sobiech, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Patrologie und Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn tätig ist, bei seinem Vortrag auf Aspekte seiner bereits abgeschlossenen Habilitationsschrift aufbauen, die in diesem Jahr in der Reihe „Bibliotheca Instituti Historici Societatis Iesu“ des Institutum Historicum Societatis Iesu (IHSI) an der Generalkurie der Gesellschaft Jesu in Rom erscheinen soll.