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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6

Spiritualität und Mystik im 20. Jahrhundert

Über Spiritualität und Mystik im 20. Jahrhundert aus interdisziplinärer Perspektive mit besonderer Berücksichtigung des Lebens und Werks von Rut Björkman (1901-1988).

Online-Workshop: Geistige Befreiung durch Spiritualität? Rut Björkmans Ansatz im sozialethischen Kontext

Das klassische Thema der Spiritualität ist ein „Leben aus dem Geist“ – doch aus welchem Geist heraus? Und was bedeutet ein solches Leben im Konkreten? Hat es eine sozialethisch relevante Konsequenz? Der Workshop wird daher in einem ersten Schritt anhand des konkreten Ansatzes von Rut Björkman klären, was essentiell Spiritualität ausmacht. In einem zweiten Schritt wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Spiritualität Rut Björkmans zur geistigen Befreiung beitragen könnte bzw. soll. Im dritten Schritt schließlich werden sozialethische Implikationen eruiert, um sie skizzenhaft in den Kontext alternativer sozialethischer und -politischer Diskurse einzuordnen.

Dienstag, 21. Juni 2022, 16.00 – 19.00 Uhr

Link zur Veranstaltung:

https://us06web.zoom.us/j/88471711508?pwd=S1FjTE5OaEw4K0xIdDExdXplQnQ1Zz09

Meeting-ID: 884 7171 1508
Kenncode: 097746

Moderation

Prof. Dr. Imre Koncsik
Prof. Dr. Günter Wilhelms

Ablauf

16.15 – 17.00 Uhr: Impulsvortrag
Imre Koncsik: Das Leben aus dem Geist der Erkenntnis. Reicht die Spiritualität Rut Björkmans für eine geistige Befreiung aus?

17.00 – 17.15 Uhr: Diskussion

17.15 – 18.00 Uhr: Impulsvortrag
Dennis Gerhard: Der sozialethische Diskurs im Spannungsfeld zwischen individueller und kollektiver Spiritualität.

18.00 – 18.45 Uhr: Impulsvortrag
Leonie Nützl: Erkenntnis und Besinnung auf die „Wahrheit“ des Menschen. Die Spiritualität Rut Björkmans im Kontext sozialpolitischer Ideen und Konzepte.

18.45 – 19.00 Uhr: Abschlussdiskussion und Gespräche

Veranstaltungsarchiv
Bibliographie
Essays zum Leben und Werk von Rut Björkman
Personen des Arbeitskreises

25. Mai 2022
Workshop
"Spiritualität und Transzendenz. Eine heilende Wirkung der Spiritualität Rut Björkmanns. TU München
Link zum Vortrag auf Youtube: "Die Glückseeligkeit des heilen Menschen. Ein Weg zur Transzendenz. Björkmann versus Kant. Prof. habil. Dr. Imre Koncsik.

25. Mai 2021 - Digital via DISCORD unter: https://discord.gg/Bjwfmwd
Workshop - Programmflyer
Opfer und Gemeinschaft. Der Liebesbegriff und die Opferspiritualität Rut Björkmans
"Was ist die Mindestanforderung an eine politische Gemeinschaft? Was hält die Menschen zusammen? Hier gibt es verschiedene Antworten, deren Bandbreite von dem gemeinsamen Streben nach Vermögen i.S. der ökonomischen Generierung von Kooperationsgewinnen über Fairness und reziprokem Altruismus bis zur geistigen Gemeinschaft der Menschen reicht. Die geistige Gemeinschaft setzt dabei eine personale und nicht nur objekthafte Interaktion zwischen Individuen voraus, die aus der inneren Haltung der Pro-Existenz auch eine sozial konstitutive Opferbereitschaft mitbringen – ähnlich wie es klösterliche Gemeinschaften versuchen zu leben und zu verwirklichen. Rut Björkman als Propagatorin einer geistzentrierten Existenzweise liefert an dieser Stelle entscheidende sozialpolitisch relevante Impulse."
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel und Leonie Nützl.

24. November 2020
Workshop - Programmflyer
Unsterblichkeitsvisionen. Sprirituelle und politische Aspekte unter besonderer Berücksichtigung des Werks Rut Björkmans
"Unsterblichkeitsvisionen sind die Basis entsprechender Unsterblichkeitskonzepte. Sie haben ihren Ursprung in einer Spiritualität und Geisteshaltung, die sich in politischen Konzepten niederschlägt und ausbuchstabieren lässt."
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel und Leonie Nützl.

02. Juni 2020
Workshop - Programmflyer
Abgründe. Glauben, Wissen und die Spiritualität Rut Björkmans
"Wissen kann kein Glauben sein und umgekehrt ist Glaube kein Wissen – oder doch? Das Verhältnis von Glauben und Wissen ist ein altes und doch immer virulentes Thema, handelt es sich doch um Themen wie: kann es eine sog. Glaubenswissenschaft geben? Kommt Wissen wirklich ohne Glauben aus? Was bedeuten überhaupt Glauben und Wissen? Können beide instrumentalisiert und in den Dienst der eigenen spirituellen Einstellung genommen werden? Hier deutet sich bereits ein Dreiecksverhältnis von Glauben-Wissen-Spiritualität an, deren Abgründe und Gründe wir gemeinsam mit den Teilnehmern des Workshops verstehen möchten."
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel und Nora Zado.

19. November 2019
Workshop - Programmflyer
Politische Theokratie vs. religiöser Pluralismus. Buddha, Al Wahabi und Rut Björkman
Das Streben nach Errichtung einer politischen Theokratie bzw. eines Gottesstaates als die Staatsform, deren Grundfesten die jeweils herrschende Religion vorgibt, bedeutet die Abschaffung der Alternative des säkularen Staates, der sich durch die aufgeklärte Vernunft und durch einen ethischen Minimalkonsens legitimiert. Dabei gibt es in den Religionen immer auch einen spirituellen und weisheitlichen Zweig: Buddha, Al Wahabi und Rut Björkman werden als Exempel identifiziert, die den spirituellen Kern ihrer jeweiligen Religion fokussiert haben. Die Folge ist mitunter ein religiöser Pluralismus, der in der Anerkennung der Andersheit des Anderen im säkularen Rahmen einer pluralistischen und nonkonformen Gesellschaft einmündet.
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel, Leonie Nützl B.A. und Christof Scholze B.A.

11. Juni 2019
Workshop - Programmflyer
Der Geist des Kapitalismus vs. der Spiritualität Rut Björkmans
Hochfinanz, Banken und das Kapital rechtfertigen sich auf eine nicht monetäre, fast schon religiöse Weise. Man denke an restriktive Unternehmensideologien bei Goldman Sachs oder an die Namensgebung von Investment-Fonds. Der Kapitalismus ist auf eine spezifische Spiritualität gegründet, wie das bereits Max Weber diagnostiziert hat. Wie verhält sie sich zu alternativen spirituellen Konzepten, aus denen andere politische Systeme abgeleitet werden? Das soll anhand der Spiritualität Rut Björkmans geklärt werden.
Mit Prof. Dr. Thomas Noetzel, Prof. Dr. Imre Koncsik und Nora Zado.

20. November 2018
Workshop
Politische Spiritualität und Gerechtigkeit. Rut Björkman im geschichtlichen Kontext der Konzeptionen von Gerechtigkeit
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel und Nora Zado.
Programmflyer

24. Mai 2018
Workshop
Politische Spiritualität und demokratischer Frieden. Rut Björkman und ihre Nähe zu Mahatma Gandhi
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel, Caren Niemann und Nora Zado.
Programmflyer

18. November 2017
Workshop
Politik und Spiritualität Rut Björkmans. Die Funktion der Spiritualität als Korrektiv, Regulativ oder Konstitutiv des politischen Systems
Spiritualität generiert Ideen auf Basis korrespondierender spiritueller Konzepte, die wiederum auf einer spezifischen Welt- und Selbstsicht beruhen. Dafür wird exemplarisch und paradigmatisch Rut Björkman heran gezogen: Grunddaten und Implikationen ihres Selbst- und Weltbildes, die Problematik der Ambivalenz existentieller Dialektik und ihre Transposition in den Gegenwartsdiskurs bildeten den thematischen Rahmen des interaktiven Workshops.
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Thomas Noetzel, Caren Niemann und Nora Zado.
Programmflyer

03./04.Juni 2016
Blockseminar
Der sozialpolitische Input einer genderspezifischen Spiritualität: systemisch relevante Denkanstöße Rut Björkmans
Gender Studies berücksichtigen bis dato kaum oder gar nicht Impulse von Frauen, die im 20. Jahrhundert ein spirituell erfülltes Lebensprogramm propagiert haben. Wenn überhaupt von geschlechtsspezifischen Zuschreibungsoptionen gesprochen werden kann, dann trifft das u.a. auf den Begriff der „Empathie“ zu. Ihr originärer Sinn ist Leidensfähigkeit. Wird diese verinnerlicht und konsequent durchlebt, so erwächst daraus ein weiblicher „point of view“ auf menschliche Existenz und ihre sozialpolitische Ausgestaltung – das schafft Authentizität.
So hat Rut Björkman u.a. eine Stiftung ins Leben gerufen, um die Logik des ökonomischen Systems, die sog. Sachzwänge, an entscheidenden Stellen zu durchbrechen: eine Spiritualität wird sozial skaliert. Der erfahrenen Selbstlosigkeit im täglichen meditativen Akt korrespondiert eine gesellschaftspolitisch verortete Selbstlosigkeit. Somit erhält weibliche Spiritualität als Vorleben eines geglückten Lebens ohne aggressive Optionen einen Impuls, der die „uneigentlichen“ zwischenmenschlichen Interaktionen eines funktionierenden Systems zu transzendieren vermag.
Mit Prof. Dr. Imre Koncsik.

16. Oktober 2014

Workshop
Spiritueller Wahn-Sinn? Eine Anregung durch Rut Björkman
Der Mensch ist ein vielschichtiges Lebewesen: er vollzieht stets verschiedene Ebenen seiner Existenz, von der auf der Veranstaltung die psychische und religiös-existentielle reflektiert werden. Verabsolutierungen führen dabei rasch in Extreme - man denke an existentialistische, spiritualistische und psychische Überspitzungen. Rut Björkman hat über 50 Jahre lang versucht, die Balance zwischen psychologischer und religiös-spiritueller Existenzebene zu wahren, um solchen Extremen zu entgehen. Diesen Anregungen als einer zeit- und ideengeschichtlich bisher unbeachteten Spur des als "Zeitalter der Extreme" zu begreifenden 20. Jahrhunderts ging die interdisziplinäre Veranstaltung nach.
Mit Prof. Dr. Joachim Heinrich Demling, Prof. Dr. Imre Koncsik und Prof. Dr. Thomas Noetzel.
Programmflyer

20.-21.September 2013
Tagung
Egozentrik vs. Selbstverleugung. Spiritualität im 20. Jahrhundert am Beispiel von Rut Björkman (1901-1988)
Rut Björkman, die einer breiteren Öffentlichkeit bis heute weit gehend unbekannt geblieben ist und dennoch in Relation zu den bedeutenden Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts, Edith Stein und Simone Weil, wahrgenommen werden sollte, hat ein umfangreiches Schrifttum hinterlassen, das auf eine kritische reflektierende, wissenschaftliche Erschließung wartet und für eine Ideengeschichte des Mystischen im 20. Jahrhundert gerade in ihren Bezügen zur Theologie, Philosophie und Politikwissenschaft sicher von großer Bedeutung ist.
Der gegenwärtige Boom diverser Seminare zur Selbstfindung wird nicht zuletzt dadurch gefördert, dass der Mensch um sich selbst kreist. Dabei speist ihn die Hoffnung, durch Aufarbeitung seiner eigenen Biografie, seiner Gefühle und ich-zentrierten Emotionen, seiner verantwortbaren Taten und Gedanken ein glücklicheres Leben führen zu können. Ein Appell, der seine grundsätzliche Einstellung betrifft, wird meist verstummen. Doch würde gerade ein solcher Appell eine echte Umkehr bewirken können: weg vom Kreisen um sich selbst hin zur Selbsthingabe, Proexistenz und Selbstverleugnung. „Nur wer sein Leben um meinet willen verliert, wird es retten.“
In diese Kerbe einer grundsätzlichen Umkehr und Heilung des Menschen schlagen moderne spirituelle Konzeptionen des 20. Jahrhunderts. Eine Frau, die das selbst intensiv gelebt hat, ist Rut Björkman. Ihr ging es nicht um ihre Person, sie wollte auch nicht ihre Schriften veröffentlichen, nein, ihr ging es um ihre befreiende Botschaft: weg von der Egozentrik hin zur Ganzhingabe. Eine solche Position verlangt ein interdisziplinäres Vorgehen. Dabei bietet es sich an, ideengeschichtliche Verbindungen, die an der Marburger Universität nicht nur im Bereich theologischer und philosophischer Forschung, sondern auch im Bereich des Fragens nach einer Normativität des Politischen bestehen, zur kritischen Diskussion des Denkens Rut Björkmanns heranzuziehen.
Mit Prof. Dr. Heinrich Beck, Dennis Gerhart, Uta Elisabeth Köhler Mag.Art., PD Dr. Imre Koncsik, Prof. Dr. Reinhard Mook, Prof. Dr. Thomas Noetzel und Peter Schüz M.A.
Programmflyer

Allgemein

Aram, Kurt (1929): Magie und Mystik in Vergangenheit und Gegenwart. Berlin : Albertus-Verl.

Bouyer, Louis (1974): Mystisch – Zur Geschichte eines Wortes, in: Sudbrack, Josef [Hrsg.] (1974): Das Mysterium und die Mystik. Würzburg : Echter-Verlag. S. 57-75.

Földényi, F. László (2013): Starke Augenblicke: eine Physiognomie der Mystik, Berlin : Matthes & Seitz.

Kaltenbrunner, Gerd-Klaus [Hrsg.] (1978): Die Suche nach dem anderen Zustand. Wiederkehr der Mystik?, Freiburg et al.: Herder.

Mauthner, Fritz (1924): Mystik, in: ders.: Wörterbuch der Philosophie : neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Bd. 2, Gott bis Quietiv. 2., verm. Aufl. Leipzig: Meiner.

Mommaers, Paul (1979): Was ist Mystik? Frankfurt a.M. : Insel Verl.

Philosophie und Epistemologie

Albert, Karl (1996): Einführung in die philosophische Mystik. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft.

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Luhmann, Niklas; Fuchs, Peter (1989): Reden und Schweigen. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, 848. Frankfurt am Main: Suhrkamp, S. 70-101.

Luhmann, Niklas (1992): Beobachtungen der Moderne. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 90-93.

Margreiter, Reinhard (1997): Erfahrung und Mystik : ein philosophischer Versuch über Grenzen und Ganzes von Symbolisierung. Berlin : Akad.-Verl.

Mauthner, Fritz (1981): Wissen und Worte, in: Zimmermann, Hans D. [Hrsg.]: Rationalität und Mystik. Frankfurt am Main: Insel Verlag. S. 85-96. S. 37-68.

Mauthner, Fritz (2011): Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. Hrsg. und mit einem Vorw. von Ludger Lütkehaus. Band 4, Viertes Buch: Die letzten hundert Jahre, Reaktion, Materialismus, gottlose Mystik. Ausg. basiert auf der vierbd. Ausg., Stuttgart, Dt. Verl.-Anst., 1920 - 1923. Aschaffenburg : Alibri-Verl. S. 333-393.

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Pöggeler, Otto (1987): Sein und Nichts – Mystische Elemente bei Heidegger und Celan, in: Böhme, Wolfgang [Hrsg.] (1987): Zu dir hin : über myst. Lebenserfahrung ; von Meister Eckhart bis Paul Celan. Frankfurt am Main : Insel-Verlag. S. 270-305.

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Tugendhat, Ernst (2003): Egozentrizität und Mystik. Eine anthropologische Studie. München: C.H. Beck, S. 111-150.

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Religionswissenschaft

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Buber, Martin (1981): Ekstase und Bekenntnis, in: Zimmermann, Hans D. [Hrsg.]: Rationalität und Mystik. Frankfurt am Main: Insel Verlag. S. 85-96.

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Holzhey, Christoph F. E. (2006): Selbstorganisation am Rande der Mystik, in: Vondung, Klaus [Hrsg.] (2006): Jenseits der entzauberten Welt. Naturwissenschaft und Mystik in der Moderne. Mystik und Moderne 1. Paderborn: Fink, S. 120-137.

Metzner, Ralph (1992): Molekulare Mystik. Die Rolle psychoaktiver Substanzen bei der Transformation des Bewusstseins, in: Rätsch, Christian (1992): Das Tor zu inneren Räumen. Heilige Pflanzen und psychedelische Substanzen als Quelle spiritueller Inspiration. Eine Festschrift zu Ehren von Albert Hofmann. Südergellersen : Martin. S. 63-78.

Pahnke, Walter (1972): Drogen und Mystik, in: Josuttis, Mafred/Leuner, Hanscarl: Religion und die Droge. Ein Symposium über religiöse Erfahrungen unter Einfluß von Halluzinogenen. Stuttgart: Kohlhammer. A. 54-76.

Reichhold, Anne (2007): Auflösungen des Ich in Neurophilosophie und Mystik, in: Holzhey, Christoph F. E. [Hrsg] (2007): Biomystik. Natur - Gehirn - Geist. Mystik und Moderne 3. Paderborn: Fink. S. 197-217.

Tuczay, Christa Agnes (2009): Ekstase, Mystik, Drogen, in: Dinzelbacher, Peter [Hrsg.] (2009): Mystik und Natur: zur Geschichte ihres Verhältnisses vom Altertum bis zur Gegenwart. Berlin : de Gruyter. S. 175-199, bes. S. 191-199.

Vondung, Klaus [Hrsg.] (2006): Jenseits der entzauberten Welt. Naturwissenschaft und Mystik in der Moderne. Mystik und Moderne 1. Paderborn: Fink.

Weingarten, Cai (2006): Die kybernetische Moderne als Friedhof der Mystik – über Cybermystiker und letzte Menschen, in: Di Blasi, Luca [Hrsg.] (2006): Cybermystik. Mystik und Moderne 2. Paderborn: Fink, S. 175-192.

Literaturwissenschaft

Di Blasi, Luca (2006): Mystik, Schrift, Gewalt, in: Vondung, Klaus [Hrsg.] (2006): Jenseits der entzauberten Welt. Naturwissenschaft und Mystik in der Moderne. Mystik und Moderne 1. Paderborn: Fink, S. 35-57.

Dieckhoff, Reiner (1987): Mythos und Moderne : über d. verborgene Mystik in d. Schriften Walter Benjamins, Köln : Janus-Presse.

Mayer, Gerhart (1987): Der Heilspfad der Seele – Christentum und asiatische Mystik im Werk Hermann Hesses, in: Böhme, Wolfgang (1987): Zu dir hin : über myst. Lebenserfahrung ; von Meister Eckhart bis Paul Celan. Frankfurt am Main : Insel-Verlag. S. 250-270.

Sanchino Martinez, Roberto (2010): Georges Batailles "innere Erfahrung", in: Temesvári, Cornelia [Hrsg.] (2010): "Wovon man nicht sprechen kann ..." : Ästhetik und Mystik im 20. Jahrhundert ; Philosophie - Literatur - visuelle Medien. Bielefeld : transcript-Verl. S. 43 - 67.

Wagner-Egelhaaf, Martina (1989): Red-Seligkeit: Rober Musil, "Der Mann ohne Eigenschaften" (1930-1952), in: dies. (1989): Mystik der Moderne : die visionäre Ästhetik der deutschen Literatur im 20. Jahrhundert. Tübingen, Univ., Diss. Stuttgart : Metzler.

Literatur

Bataille, Georges (1994): Mystik und Sinnlichkeit, in : ders. (1994): Die Erotik. München : Matthes & Seitz. S. 215 - 244.

Musil, Robert (1981): Heilige Gespräche, in: Zimmermann, Hans D. [Hrsg.]: Rationalität und Mystik. Frankfurt am Main: Insel Verlag. S. 145-177.

Positionen

Steiner, Rudolf (1924): Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung. 2. Aufl. Stuttgart : Der Kommende Tag.

Prof. Dr. Joachim H. Demling
Hysterie, religiöser Wahn und eine gesunde Spiritualität in der Psychiatrie
Präsentation zur Tagung "Spiritueller Wahn-Sinn? Eine Anregung durch Rut Björkman", Marburg/ Lahn 16.Oktober 2014

Prof. Dr. Imre Koncsik
Die spirituelle Balance zwischen Sinn und Wahnsinn bei Rut Björkman
Handout zur Tagung "Spiritueller Wahn-Sinn? Eine Anregung durch Rut Björkman", Marburg/ Lahn 16.Oktober 2014

Dennis G. Gerhardt
Fernöstliche Mystik und die Spiritualität Rut Björkmans
Präsentation zur Tagung “Egozentrik vs. Selbstverleugnung”, Marburg / Lahn 20.-21. September 2013

Prof. Dr. Imre Koncsik
Gottesfindung vs. Selbstfindung
Philosophische Rahmenbedingungen der Spiritualität Rut Björkmans

Prof. Dr. Reinhard Mook
Biographische Notizen zu Rut Björkman
Einleitung zur Tagung “Egozentrik vs. Selbstverleugnung”, Marburg / Lahn 20.-21. September 2013

Prof. Dr. Imre Koncsik
Skizze des religionsphilosphischen Ansatzes von Rut Bahlsen (Björkman)
"Eine bislang im wissenschaftlichen Diskurs wenig rezipierte Mystikerin ist Rut Bahlsen. Dabei scheint ein näherer Blick auf ihr in über 50 Jahren – unter ihrem Pseudonym Björkman (Familienname ihrer Großmutter) – verfasstes Schrifttum lohnenswert, zumal es nicht in Absicht einer Veröffentlichung geschrieben wurde, d.h. der intendierte Inhalt wird nicht tendenziös oder verformt wieder gegeben."

Demling, Joachim Heinrich, Prof. Dr. med.

- 1947 geboren in Fürth/Bayern

- 1968-1974 Studium der Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Freien Universität Berlin

- 1973 Famulatur am Mount Sinai Hospital, Abteilung für Pathologie, New York/ USA

- 1974 Ärztliche Approbation

- 1974 Promotion zum Dr. med. mit einer Arbeit über Perfusionsuntersuchungen am menschlichen Magen (Universität Erlangen-Nürnberg, magna cum laude)

- 1974 bis 1975 Medizinalassistent an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Chirurgische Klinik, Medizinische Klinik, Psychiatrische Klinik)

- 1976 bis 1981 Facharztweiterbildung in Psychiatrie und Neurologie an den Kliniken in Ulm/Günzburg (Akademisches Krankenhaus für die Universität Ulm), Augsburg (Westkrankenhaus, Med. Klinik III) und Homburg/Saar (Neurologische Universitätsklinik)

- 1981 Facharzt für Neurologie und Psychiatrie

- 1982 bis 1983 Neurobiologische Grundlagenforschung (zentrale Steuerung des Menstruationszyklus) am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen, Abteilung Neuroendokrinologie

- 1990 Habilitation für das Fach Psychiatrie mit einer Untersuchung zur Neurobiologie des Suizids

- 1996 Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“

- 1996 apl. Professor für Psychiatrie und Psychotherapie

- 1983-1998, 2000 bis 2012 Oberarzt an der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg

- 1998 bis 2000 Kommissarischer Direktor der Klinik

- Seit 01.10.2012 im Ruhestand

Wissenschaftliche Interessen

- Geschichte der Psychiatrie (Fokus auf Psychopharmakotherapie) und Psychotherapie

- Querverbindungen der Psychiatrie/ Psychotherapie zu Geisteswissenschaften, z.B. Religion und Philosophie

- Verhaltenstherapie

- Sonstige Interessen: Religionswissenschaft, Neurobiologie, Karriere in der Medizin mit Schwerpunkt Hochschulmedizin

Bibliographie (religiöse Themen)

Vorträge

Demling J, Ott C, Ritschel M. Changes of religiosity during the course of depressive illness. Internationaler Kongress “Quality of Life. Psychiatrische Universitätsklinik Wien, Wien, 08.04.1994

Psychotherapie und Religion – erste Ergebnisse einer Umfrage. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPN), Darmstadt, 06.09.1994

Wie hast du´s mit der Religion? Was Psychotherapeuten antworten. Hausseminar der Psychiatrischen und Neurologischen Klinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 24.01.1995

Demling J: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Glaube und Therapie. Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Heil und Heilung“ der Universität Erlangen-Nürnberg in der Neustädter Universitätskirche, Erlangen, 14.01.2001

Demling JH: Psychotherapie und Religion- Gegner oder Bundesgenossen? Vortrag vor dem Berner Forum für Kriminalwissenschaften, Bern/Schweiz, 19.06.2001

Psychotherapie und Religion - aktuelle Ergebnisse. Fortbildungsvortrag am Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, Weinsberg, 02.10.1996

Psychotherapie und Religion- Gegner oder Bundesgenossen? Collegium Alexandrinum der Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 13.11.2003

Religion in der Seelenheilkunde: Symptom und Ressource. Universität Jena, Klinik für Psychiatrie, Jena, 14.06.2004

Die Persönlichkeitsstruktur des Paulus nach seinen Selbstzeugnissen. Biographie und Persönlichkeit des Paulus. Symposium zum 60. Geburtstag von Frau Prof. Dr. Oda Wischmeyer. Theologische Fakultät, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen, 22.10.2004

„... mir ist gegeben ein Pfahl ins Fleisch“ (2. Kor. 12, 1-10) Hauptsache Gesund. Universitätsgottesdienste im Sommersemester 05, Neustädter Universitätskirche, Erlangen, 05.06.2005

Psychiatrische Aspekte religiösen Erlebens und Verhaltens. 4. Nikolaussymposium im Bezirksklinikum Mainkofen: „Nun sag, wie hast Du´s mit der Religion? Psychiatrie und Glauben“. Deggendorf, 07.12.2005

Herr, was willst Du, dass ich tun soll? Mittagsgebet zum Advent in St. Bonifaz, Erlangen, 16.12.2005

Besessenheit- ein Fall für den Psychiater? Psychiatriehistorische Gesichtspunkte, Diagnostik und Therapieansätze. Studientag Exorzismus. Akademie C.-Pirckheimer-Haus Nürnberg, 19.01.2006

Verändert sich Religiosität im Verlauf psychischer Erkrankungen? Seminar, 5. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge (Ich-AG oder Beziehungs-GmbH? Herausforderungen postmoderner Lebensentwürfe). Marburg, 24.-28.05.2006

Psychiatrische Beurteilung von dämonischer Besessenheit im geschichtlichen Verlauf. Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V., Freiburg i.Br., 02.07.2008

Zur ärztlichen Beurteilung „dämonischer Besessenheit“ (mit  P. Thierauf). 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde.  01.-03.10.2008, Wien

Religion in der Psychiatrie- neue Ergebnisse. Zentrum für Psychiatrie Weißenau, Universität Ulm, Ravensburg-Weißenau, 07.12.2011

Angemaßte Heiligkeit und religiöser Wahn. Kolloquium „Wahre“ und „falsche“ Heiligkeit, Historisches Kolleg, München, 19.-21.01.2012

Wie hast Du´s mit der Religion? Was fränkische Psychotherapeuten heute antworten. Institut für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie IVS, Fürth, 25.11.2013

Psychotherapie und Religion: eine aktuelle Erhebung aus Süddeutschland. Symposium „Psychotherapie und Spiritualität“, DGPPN-Kongress 2013, Berlin, 27.-30.11.2013

Zeitschriftenaufsätze

Ott C, Demling J, Martus P: Investigations of religiosity in depressed patients. A follow up study with use of psychiatric self- and hetero-rating procedures. Psychiatria Danubina 1994; 6 (1-2): 83-91

Demling J, Wörthmüller M, O'Connolly TA: Wie hältst du's mit der Religion? Religiosität im psychotherapeutischen Kontext - eine Umfrage. T&E Neurologie/Psychiatrie 1998; 11: 90-93

Portwich P, Demling JH: Philosophische Themen der Psychiatrie. Schweiz Arch Neurol Psychiatr 2000; 151: 30-36

Demling JH, Wörthmüller M, O´Connolly TA: Psychotherapie und Religion. Eine repräsentative Umfrage unter fränkischen Psychotherapeuten. Psychother Psychosom med Psychol 2001; 51: 76-82

Demling JH, Thierauf P. Zur ärztlichen Beurteilung von „dämonischer Besessenheit“. neuro aktuell- Informationsdienst für Neurologen und Psychiater. 2010; 24(2): 42-43

Demling JH, Thierauf P. Zur ärztlichen Einschätzung von "dämonischer Besessenheit" - ein nicht nur historischer Abriss. Wege zum Menschen 2010; 62 (4): 332-349

Marquardt M, Demling JH. Psychotherapie und Religion: eine aktuelle Erhebung unter fränkischen Psychotherapeuten. Psychother Psychosom med Psychol 2016; 66: 473-480

Demling, JH, Gesunde Religiosität oder religiöser Wahn? Der Neurologe & Psychiater 2016; 17(2): 44-51

Demling, JH, „Gesunde“ und leidvolle Religiosität. Versuch einer psycho(patho)logischen Abgrenzung. Spiritual Care 2018; 7(1): 81-87

Kurzfassungen

Demling, J., Wörthmüller, M.: Religiöse Aspekte in der Psychotherapie. Einstellung und therapeutische Bedeutung bei Ärzten und Psychologen. Nervenarzt 67 (Suppl. 1), S 86 (1996)

Demling, J, Wörthmüller, M: Sind Psychoanalytiker areligiös? Ergebnisse einer Umfrage in Franken. Nervenarzt 1998; 69 (Suppl. 1): S 142

Posterpräsentationen
Die Religiosität depressiver Patienten während der akuten Krankheitsepisode und im Verlauf (mit J.E. Walloch). 4. Internationaler Kongress für Psychotherapie und Seelsorge (Thema: „Psychotherapie in der Krise? Die neue Lust auf Sinn und Werte“), Marburg, 31.05 2003

Weihnachten = Erhöhte Suizidrate? Epidemiologische Betrachtung eines Mythos Kongress der DGPPN, Berlin, 22.-25.11.2006 (mit T. Biermann, J. Kornhuber, U. Reulbach)

Zur ärztlichen Beurteilung „dämonischer Besessenheit“ (mit  P. Thierauf), DGPPN-Kongress 2008, Berlin, 26.-29.11.2008

Demling JH, Koch A. Psychotherapie und Religion- psychotherapeutische Elemente in den Weltreligionen. DGPPN-Kongress 2009, Berlin, 25.-28.11.2009

Walloch JE, Demling JH, Schubert F, Richard M. Religiosität bei Patienten mit Depression- eine Verlaufsuntersuchung. DGPPN-Kongress 2010, Berlin, 24.-27.11.2010

Marquardt M, Demling JH. Psychotherapie und Religion- eine aktuelle Erhebung unter fränkischen Therapeuten. DGPPN-Kongress 2011, Berlin, 23.-26.11.2011

Dissertationen

Scharf, Marianne: Untersuchung zur Religiosität bei depressiven Patienten. Eine Verlaufsstudie unter Einsatz psychiatrischer Selbst- und Fremdbeurteilungsverfahren. Inauguraldissertation Medizinische Fakultät, Universität Erlangen-Nürnberg, 23.01.1997

O´Connolly, Thomas Alexander: Psychotherapie und Religion: eine repräsentative Erhebung unter fränkischen Psychotherapeuten. Inauguraldissertation Medizinische Fakultät, Universität Erlangen-Nürnberg, 21.03.2000

Koch, Alexander: Weltreligionen und säkulare Psychotherapie- Einflüsse und Parallelen. Inauguraldissertation Medizinische Fakultät, Universität Erlangen-Nürnberg, 14.03.2012

(Buchveröffentlichung: Alexander Koch: Weltreligionen und säkulare Psychotherapie- Einflüsse und Parallelen. Saarbrücken: Südwestdeutscher Verlag für Hochschulschriften 2012, ISBN 978-3-8381-3383-6)

Marquardt, Michael: Psychotherapie und Religion: eine aktuelle Erhebung unter fränkischen Psychotherapeuten. Inauguraldissertation Medizinische Fakultät, Universität Erlangen-Nürnberg, 06.05.2014 („magna cum laude“)

Buchbeiträge

Demling JH. Zum Stellenwert der Religion in der Psychotherapie- historischer Rückblick. In: Zwingmann C, Moosbrugger H (Hrsg.): Religiosität: Messverfahren und Studien zu Gesundheit und Lebensbewältigung. Neue Beiträge zur Religionspsychologie. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann 2004, S. 41-55

Göttel-Leypold M, Demling JH: Die Persönlichkeitsstruktur des Paulus nach seinen Selbstzeugnissen. In: Becker EM, Pilhofer P (Hrsg.): Biographie und Persönlichkeit des Paulus. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 187. Tübingen: Mohr Siebeck 2005, S. 125-148

Demling JH, Thierauf P. Dämonische Besessenheit: historische Entwicklung und ärztliche Einschätzung: In: Holdorff B, Kumbier E. (Hrsg.) Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde, Bd. 15. Würzburg: Königshausen & Neumann 2009, S. 515-545

Demling J. Angemaßte Heiligkeit und religiöser Wahn –  Versuch einer psycho(patho)logischen Annäherung an den „Fall Sant’Ambrogio“. In: Wolf H. (Hrsg.): „Wahre“ und „falsche“ Heiligkeit. Mystik, Macht und Geschlechterrollen im Katholizismus des 19. Jahrhunderts. Schriften des Historischen Kollegs. München, Berlin: Oldenbourg 2013, S. 193-215

Monographien

O´Connolly TA, Demling JH, Wörthmüller M. Psychotherapie und Religion: eine repräsentative Erhebung unter fränkischen Psychotherapeuten. Psychotherapy and Religion: A Representative Inquiry among Psychotherapists Practising in Franconia (Germany). Aachen: Shaker 2002 (ISBN 3-8322-0166-1)

Marquardt, Michael, Demling, Joachim Heinrich: Psychotherapie und Religion: eine aktuelle Erhebung unter fränkischen Psychotherapeuten. Münster: Lit Verlag 2015 (ISBN 978-3-643-80193-7)

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