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Paderborner Theologen beteiligen sich an internationalem Ökumene-Symposium

Im Spannungsbogen des interkonfessionellen Dialogs vom 15. Jahrhundert bis heute

Professor Dr. Benjamin Dahlke bei der Vorstellung der Confessio Augustana von 1530 aus heutiger Sicht der Dogmatik. | Foto: ThF-PB
Ökumene-Professor Dr. Wolfgang Thönissen bei seinem Vortrag zur Methodik des ökumenischen Dialogs.

Anlässlich der historischen Disputation Martin Luthers vor 500 Jahren in Augsburg mit dem päpstlichen Legaten Cajetan über den von Rom angestrebten Widerruf der 95 Wittenberger Thesen kamen die Paderborner Theologieprofessoren Dr. Benjamin Dahlke und Dr. Wolfgang Thönissen in der vergangenen Woche in Augsburg bei einem Symposium mit international angesehenen Experten zusammen, um über den wissenschaftlichen Stand der Ökumene zu diskutieren. Dazu eingeladen hatte die Katholisch-Theologische Fakultät der dortigen Universität.

Bei dem wissenschaftlichen Symposium unter dem Titel „Dialogstile“ ging es u.a. um die geschichtliche Entwicklung des interkonfessionellen Dialogs vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart hinein. In diesem Spannungsbogen stellte Professor Dahlke die Confessio Augustana von 1530 aus heutiger Sicht der Dogmatik vor. Professor Thönissen behandelte in seinem Vortrag die Methodik des ökumenischen Dialogs in der Gegenwart.

Neben renommierten Reformationshistorikern und systematischen Theologen beteiligten sich auch hochrangige Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche an dem Austausch, darunter der Präsident des Lutherischen Weltbundes, Martin Junge, aus Genf. Er zeigte bei einer Kanzelrede in der Kirche St. Anna, in der 1999 die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche unterzeichnet wurde, entscheidende Aspekte für die Zukunft der Ökumene auf.