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Pfadfinder bringen Friedenslicht aus Bethlehem

„Frieden braucht Vielfalt – Zusammen für eine tolerante Gesellschaft“

Die Pfadfinder Christine und Michael Schlichtig übergeben im Foyer der Theologischen Fakultät Paderborn das Friedenslicht aus Bethlehem gemeinsam mit Studierendenpfarrer Dr. Nils Petrat und KHG-Referentin Simone Wiedeking an Prorektor Professor Dr. Stefan Kopp. | Foto: ThF-PB

Nach der weiten Reise von rund 4.000 Kilometern über viele Stationen vom Nahen Osten bis nach Ostwestfalen hat das Friedenslicht aus Bethlehem endlich auch die Theologische Fakultät Paderborn erreicht. Pfadfinder vom Paderborner Stamm St. Meinolf haben es im Beisein vieler Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden am Mittwoch, 19. Dezember, im Foyer der ältesten Hochschule Westfalens bei einer kleinen adventlichen Feier stellvertretend an den Prorektor Professor Dr. Stefan Kopp übergeben.

„Frieden braucht Vielfalt – Zusammen für eine tolerante Gesellschaft“, zitierte Pfadfinderin Christine Schlichtig bei der Übergabe das diesjährige Motto der bekannten Friedenslicht-Aktion, die 1986 in Österreich ins Leben gerufen wurde.

Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem. Von dort aus wird es mit dem Flugzeug in einem speziellen Behältnis nach Wien geflogen, um rund um das dritte Adventswochenende in die meisten europäischen Länder gesandt zu werden. Von Ort zu Ort verteilt sich so dieses besondere Licht für den Frieden über den ganzen Kontinent, bis es auch in Deutschland über 500 Orte erreicht hat.

„Insbesondere wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben uns der Verteilung des Friedenslichtes angenommen. So haben wir am Sonntag mit unserem Pfadfinderstamm St. Meinolf das Licht in Dortmund abgeholt und hier nach Paderborn gebracht, um es den Menschen in ihren Gemeinden, Familien oder auch Einrichtungen und Institutionen zu bringen“, erklärte Christine Schlichtig, die an diesem Mittwoch gemeinsam mit ihrem Bruder Michael, Studierendenpfarrer Dr. Nils Petrat und Referentin Simone Wiedeking von der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) das Friedenslicht aus Bethlehem in Paderborn auch an die Universität und die Katholische Hochschule NRW bringt.

Frieden zu schaffen sei gar nicht so einfach, sagte die begeisterte Pfadfinderin bei ihrer Ansprache, „weder im engsten Freundeskreis noch in der Schule, auf der Arbeit oder einfach auch nur mit sich selbst; und Frieden zwischen verfeindeten Menschen und Nationen zu stiften ist noch komplizierter“. Die Herausforderung bestehe darin, „Frieden nicht abzuhaken, nicht aufzugeben, durchgehend daran zu arbeiten und trotz aller Hindernisse das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“. Das sei auch Kern einer zentralen Botschaft von Lord Robert Baden-Powell, dem Begründer der Weltpfadfinderbewegung: „Eine Schwierigkeit hört auf, eine solche zu sein, sobald ihr darüber lächelt und sie in Angriff nehmt.“

Das Friedenslicht, verstanden als ein starkes Zeichen der Hoffnung, der Liebe und des Friedens, habe sich in wenigen Jahren von einer kleinen Flamme zu einem Lichtermeer ausgeweitet und leuchtet mit seiner Botschaft Millionen von Menschen. Es leuchte über Mauern und Grenzen hinweg und verbinde Menschen vieler Nationen und Religionen. „Es ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir uns an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag, den Frieden unter uns Menschen zu verwirklichen“, brachte Christine Schlichtig freudestrahlend den Sinn der Friedenslicht-Aktion auf den Punkt, bevor sie das Gebet der Vereinten Nationen sprach und das Licht stellvertretend an Prorektor Professor Dr. Stefan Kopp überreichte.

Gebet der Vereinten Nationen

Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen Mensch tragen.