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Relativismus versus Glaubenslehre

Interdisziplinäre Tagung vom 27. bis 29. Juni in Münster

Foto: ThF-PB

Relativismus und katholische Glaubenslehre scheinen sich zueinander ungefähr so zu verhalten wie Schwarz und Weiß, Glück und Unglück, Richtig und Falsch. So einfach könnte man es sich machen. Die beiden Professoren Dr. Dr. Bernd Irlenborn aus Paderborn und Dr. Michael Seewald aus Münster tun das nicht. Sie wollen mehr über dieses spannungsreiche Verhältnis wissen und veranstalten in der bekannten Münsteraner Akademie Franz Hitze Haus vom 27. bis 29. Juni eine großangelegte wissenschaftliche Tagung.

Unter der Überschrift „Relativismus und christlicher Wahrheitsanspruch“ wollen die beiden Wissenschaftler mit vielen weiteren namhaften Referentinnen und Referenten aus dem deutschsprachigen Raum danach fragen, was „Relativismus“ überhaupt ist und warum das Lehramt der katholischen Kirche darin eine so große Bedrohung sieht. Bei der interdisziplinären Tagung in Kooperation der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster mit der Theologischen Fakultät Paderborn sollen vor allem philosophische, theologische und religionspolitische Perspektiven in den Blick genommen werden.

Neben der Frage nach der Herausforderung des Relativismus für den christlichen Wahrheitsanspruch soll zudem vertieft darüber nachgedacht werden, ob die Rede von einem dreieinigen Gott, der die Welt geschaffen und in Jesus Christus erlöst hat, in objektiver Hinsicht wahr sein kann. Gilt diese Aussage nur relativ, also allein für und innerhalb des christlichen Weltbildes? Daran anschließend soll danach gefragt werden, ob es eine universale Moral, die für alle Menschen normativ verbindlich ist, geben kann, wie zum Beispiel die Menschenrechte. Oder sind moralische Vorstellungen wie die Zehn Gebote bloß relativ, rückgebunden an die jüdisch-christliche Tradition?

Einen besonderen Höhepunkt bildet der vorgesehene Abendvortrag am Donnerstag, 27. Juni, den der bekannte Berliner Philosoph Dr. Volker Gerhardt, Professor für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie, zum Thema „Wahrheit des Wissens und Wahrheit des Glaubens“ halten wird. Weitere Informationen zum Programm enthält der Veranstaltungsflyer. Interessierte Studierende, die an der Tagung teilnehmen wollen, kann die Tagungsgebühr erstattet werden (Kontakt: b.irlenborn@thf-paderborn.de).