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„Rom im Buch“

Ausstellungseröffnung in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek

Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork in Eingang der EAB vor den ersten Exponaten, die die Ausstellungsbesucher bis zum 4. August 2017 erwarten. | Foto: ThF-PB
Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork in Eingang der EAB vor den ersten Exponaten, die die Ausstellungsbesucher bis zum 4. August 2017 erwarten. | Foto: ThF-PB

Eine außergewöhnliche Ausstellung in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn (EAB) hat Bibliotheksdirektor Professor Dr. Hans-Walter Stork im feierlichen Rahmen am Montag, 26. April, eröffnet. Unter der Überschrift „Rom im Buch“ sind erstmalig historisch bedeutsame Eigenbestände der Bibliothek zur ewigen Stadt und deren christlichen Geschichte zu sehen. Bis zum 4. August 2017 liegen die meist illustrierten Drucke vornehmlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert auf mehreren Etagen der EAB für die Besucher öffentlich aus. Der Eintritt ist frei. Eine Besichtigung ist zu den regulären Öffnungszeiten der EAB wochentags von 9.30-12.30 und 14.30-18.00 Uhr möglich.

„In der Ausstellung zeigen wir historische Exponate unserer Bibliothek, die alle mit dem Thema Rom aus christlicher Perspektive zu tun haben, mit Papstgeschichte, römischer Geschichte, Geschichte von ausgewählten Kardinälen“, erklärte Professor Stork in seiner Eröffnungsrede. Seltene Bücher seien dabei, „die auch schon zu ihrer Zeit kostbar waren und über Paderborns damaligen Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg den Weg in die EAB gefunden haben.“

Normalerweise sei eine Bibliothek ja dafür da, dass sie allen Interessierten, Forschern oder Studiereden Literatur bereitstellt, sagte Professor Stork. „Jetzt haben wir es mal andersherum gemacht. Wir selbst sind an die Regale gegangen und haben unter dem Thema ‚Rom im Buch‘ herausgesucht, was aus unseren Beständen ausstellenswert ist.“ Ergebnis diese Sucher sind historische Bände, „die so noch nie zu sehen waren“, angefangen mit dem ältesten Exponat in der Reihe aus dem Jahr 1493.

Die Idee einer solchen Ausstellung hatte sich aufgrund der häufigen Nachfrage von interessierten Bürgern der Stadt, Studierenden in Paderborn und von auswärtigen Wissenschaftlern ergeben. Das Besondere dabei ist die Möglichkeit, später nach Ende der Ausstellung jedes der ausgestellten Bücher im Lesesaal näher studieren zu können. „Wir sind eine Bibliothek, die für jeden offen steht und ganz besondere, zum Teil einzigartige Bestände besitzt. Darum erhoffen wir uns mit dieser Ausstellung weitere Aufmerksamkeit und Akzeptanz unserer Besucher und Nutzer“, begründete Professor Stork die ungewöhnliche Aktion für eine Bibliothek.

Dass zurzeit im Paderborner Diözesanmuseum parallel die Ausstellung „Wunder Roms“ läuft, ist für Professor Stork keine thematische Wiederholung. „‚Rom im Buch‘ ergänzt in der besonderen Abteilung der mit Grafiken ausgestatteten Drucke das große Angebot der Ausstellung im Diözesanmuseum. Die Ausstellungsmacher dort hätten bei der Konzeption nicht das zeigen wollen und zeigen können, was wir jetzt tun“, erklärt Bibliotheksdirektor Stork. „Wir haben auf das zurückgegriffen, was wir selber haben, und die Buchbestände zum Thema ‚Rom‘ strukturiert. Mit Blick auf die vielen Kupferstiche, die wir erstmalig in den Büchern aufschlagen und präsentieren, hat der Besucher Einblicke, die er sich sonst mühsam hätte zusammensuchen müssen.“

Ein begleitender Katalog zur Ausstellung „Rom im Buch“ ist für 24 Euro in der EAB oder ausgewählten Buchhandlungen in Paderborn käuflich zu erwerben.