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Anerkennung für besondere Verdienste

Theologieprofessor Meyer zu Schlochtern erhält Landesverdienstorden

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern bei der feierlichen Auszeichnung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf. | Foto: Land NRW / R. Sondermann
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern bei der feierlichen Auszeichnung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf. | Foto: Land NRW / R. Sondermann

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat am Mittwoch, 18. Januar, in Düsseldorf Theologieprofessor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Der 66-jährige Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn erhielt die herausragende Ehrung für besondere Verdienste in der Wissenschaft und im Dialog zwischen moderner Kunst und Theologie.

„Als Professor und besonders in der Funktion als Rektor der Theologischen Fakultät haben Sie sich zahlreiche Verdienste rund um das Studium der Theologie erworben“, begründete Ministerpräsidentin Kraft die besondere Auszeichnung. Zudem hätte Professor Meyer zu Schlochtern einen bedeutsamen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Paderborner Kirche während des Nationalsozialismus geleistet, sagte sie in ihrer Laudatio im Rahmen der Feierstunde im Museum Kunstpalast.

Als weiteren Grund für die Auszeichnung von Professor Meyer zu Schlochtern nannte Hannelore Kraft sein Engagement im Dialog zwischen Kunst und Glauben. „Die von Monsignore Meyer zu Schlochtern organisierten Kunstausstellungen sind in Paderborn inzwischen zu einem wichtigen Forum der Stadtgesellschaft geworden. So hat er nachhaltig zum kulturellen Leben in der Stadt und im Hochstift Paderborn beigetragen“, sagte die Ministerpräsidentin.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, der Vertreter des Landrats Manfred Müller im Kreis Paderborn, Wolfgang Weigel, und der Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn, Professor Dr. Rüdiger Althaus, die bei der feierlichen Verleihung in Düsseldorf anwesend waren. Insgesamt wurde der Orden 26 Bürgerinnen und Bürgern verliehen, darunter dem Kabarettist Ludger Stratmann, dem Journalist Ranganathan Yogeshwar und den Schauspielern Jenny Jürgens und Leonard Lansink. Ministerpräsidentin Kraft dankte allen neuen Ordensträgern für ihren Einsatz und sagte, sie seien Menschen, „die für Werte einstehen, die nicht von oben verordnet werden können, sondern nur im Alltag gelebt werden müssen: soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Zivilcourage und Respekt. Sie leben diese Werte.“

Der Landesverdienstorden ist einer der höchsten Auszeichnungen, die das Land Nordrhein-Westfalen zu vergeben hat. Auf Vorschlag der Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau hatte der Landtag ihn 1986 gestiftet. Er wird als Zeichen der Anerkennung für besondere Verdienste um das Land NRW und seine Bevölkerung verliehen. Aus der Stadt Paderborn haben diese Auszeichnung bislang der frühere Oberkreisdirektor Werner Henke, Herr Lothar Steinhaus, der Theologe Professor Josef Ernst, der ehemalige Leichtathlet Professor Franz-Josef Kemper und der Künstler Wilfried Hagebölling erhalten.

Professor Meyer zu Schlochtern, Jahrgang 1950, wurde nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Frankfurt, London, Regensburg und Münster an der Universität Regensburg promoviert. Nach der Priesterweihe 1980 und einigen Jahren in der Gemeindeseelsorge folgte 1991 die Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 1992 ist Josef Meyer zu Schlochtern Professor für Fundamentaltheologie und Vergleichende Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Neben verschiedenen Aufgaben an der Theologischen Fakultät Paderborn, darunter fünf Jahre im Amt des Rektors, bemühte sich Professor Meyer zu Schlochtern in besonderer Weise um die Förderung der Wissenschaft, der Erforschung der Fakultätsgeschichte sowie um das Gespräch zwischen Kirche und Kunst der Gegenwart. Zudem hat er sich für eine Intensivierung der Kooperation mit der Universität Paderborn eingesetzt und die Einrichtung des Friedrich Spee-Preises für akademische Graduierungsarbeiten veranlasst.