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Über den moralischen und politischen Auftrag der bildenden Kunst

Podiumsdiskussion mit Wilfried Hagebölling, Andrea Wandschneider und Manfred Schneckenburger

Die massive Käfig-Plastik vor dem Eingang zur Präsenzbibliothek und zum Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn will ein Protest gegen Folter in der Gegenwart sein. | Foto: ThF-PB

Im Rahmen der Ausstellung „Abu-Ghureib 2003/2004 – Friedrich von Spee 1631/1632“ vom Paderborner Künstler Wilfried Hagebölling im Hof der Theologischen Fakultät Paderborn, mit der gegen Folter in der Gegenwart protestiert werden soll, findet am Donnerstag, 22. November, um 18.00 Uhr im Auditorium Maximum (Klingelgasse/Ecke Liboristraße) eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kunst und Moral, Kunst und Politik“ statt. Alle Interessierten sind an diesem Abend eingeladen, über die Frage zu diskutieren: „Hat bildende Kunst einen moralischen oder einen politischen Auftrag?“

Als Gesprächspartner werden neben Künstler Wilfried Hagebölling auch Dr. Andrea Wandschneider (Städtische Galerien und Museen der Stadt Paderborn) und Professor Dr. Manfred Schneckenburger (Ausstellungsmacher, Kunstkritiker, Künstlerischer Leiter der dokumenta 1977 und 1987) erwartet. Die Moderation übernimmt Initiator Professor Dr. Josef Meyer zu Schlochtern.

Die rund 3Meter lange, 1 Meter tiefe und 2 Meter hohe Käfig-Plastik aus Holz und Eisen, auf deren Boden der Hinweis „Isolierzelle, wie sie U.S.-Truppen für Abu-Ghureib-Häftlinge in Bagdad benutzen“ zu lesen ist, soll ein künstlerischer Protest gegen Folter in der Gegenwart sein. Der Bezug auf Friedrich Spee von Langenfeld SJ (1591–1635) wird mit der Aufstellung im Bereich der ehemaligen Jesuitenuniversität, der heutigen Theologischen Fakultät Paderborn, zum Ausdruck gebracht, weil der bedeutende Barockdichter und Kämpfer gegen den Hexenwahn hier seine Streitschrift Cautio Criminalis gegen Folter und Hexenwahn verfasst hat.

Die Ausstellung des Folterkäfigs vor dem Eingang zur Präsenzbibliothek und zum Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn ist noch bis zum 29. Dezember zu sehen.