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Theologische Fakultät Paderborn . Kamp 6 . 33098 Paderborn . Tel.: 05251 121 6
23.12.2018 | 18.30 Uhr | Universitäts- und Marktkirche (Kamp/Jühenplatz, 33098 Paderborn)
Jesus „Mariensohn“
Aus der Vielfalt der Bilder, die die Menschen für Christus gefunden haben, sollen an den Adventsonntagen vier Motive in den Mittelpunkt gestellt werden. Sie bringen jeweils einen Teilaspekt seiner Wahrheit zur Sprache, aber letztlich sprechen alle von der Vereinigung des Menschen mit Gott, die am Weihnachtsfest gefeiert wird. Jesus wird „Sohn Davids“ genannt. Mit diesem Titel verbinden sich die Hoffnungen des Volkes Israel auf eine kommende Zeit des Heils. Der „Sohn Davids“ ist der Heilsbringer, in dem sich die Verheißungen und Hoffnungen Israels erfüllen. Im Credo bekennen sich die Christen zu Jesus Christus als „Gottes eingeborenen Sohn“. Das Johannes-Evangelium betont diese wesenhafte Einheit Jesu mit dem Vater, die im Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Christus Wirklichkeit wird. „Jesus Menschensohn“ besagt, dass Jesus als Sohn Gottes zugleich „wahrer Mensch“ ist. In den Evangelien bezeichnet Jesus sich selbst als „Menschensohn“, der ein Mensch wie alle Menschen ist – „in allem uns gleich außer der Sünde“ (Hebr 4.15). „Jesus Mariensohn“ – Eines der beliebtesten Bildmotive ist die Darstellung Jesu als Kind auf den Armen seiner Mutter Maria. Die allgemeinmenschliche Erfahrung, Kind einer Mutter zu sein und im Schutz ihrer Liebe aufzuwachsen, verbindet die Gläubigen auf besondere Weise mit Jesus. Daher ist das Bild von Maria mit ihrem Kind eine der populärsten Jesusdarstellungen geworden.