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Bischof Paul-Werner Scheele verstorben

Nachruf auf den ehemaligen Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn und langjährigen Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik

Bischof em. Prof. Dr. Paul-Werner Scheele verstarb am 10. Mai 2019 im Alter von 91 Jahren in Würzburg. | Foto: pdp

Die Theologische Fakultät Paderborn trauert um Bischof em. Prof. Dr. Paul-Werner Scheele. Der ehemalige Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn und langjährig Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik, starb am Freitagabend, 10. Mai 2019, im Alter von 91 Jahren in Würzburg.

Geboren am 6. April 1928 in Olpe, wurde Paul-Werner Scheele nach dem Abitur in Attendorn und dem Studium der Philosophie und Theologie in Paderborn und München am 29. März 1952 von Erzbischof Lorenz Jaeger im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht. Von 1952 bis 1962 war er als Seelsorger und Religionslehrer tätig. Mit seiner Dissertation „Johann Adam Möhlers Lehre von der Einheit der Kirche und ihre Bedeutung für die Glaubensbegründung“ wurde er 1964 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Doktor der Theologie promoviert. Geprägt vom Zweiten Vatikanischen Konzil folgten Jahre als Professor in Fulda und Marburg sowie in Bochum und Würzburg. 1971 wechselte er an die Theologische Fakultät Paderborn, lehrte hier bis 1979 Dogmatik und Dogmengeschichte und leitete zugleich das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik.

Nach seiner Ernennung zum Weihbischof in Paderborn empfing Paul-Werner Scheele 1975 von Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt die Bischofsweihe und war bis 1979 Weihbischof in Paderborn. Von Papst Johannes Paul II. am 31. August 1979 zum Bischof von Würzburg ernannt, wurde er am 21. Oktober 1979 in Würzburg in sein Amt eingeführt und leitete von 1979 bis 2003 das Kiliansbistum. Von 1976 bis 2003 war er zudem Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz und von 1984 bis 2008 Mitglied im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen.

Am 14. Juli 2003 nahm Papst Johannes Paul II. den altersbedingten Amtsverzicht von Paul-Werner Scheele als Bischof von Würzburg an, der seitdem als Emeritus weiterhin zahlreiche Aufgaben wahrnahm, insbesondere in der Ökumene. Bis zu seinem Tod gehörte er dem Wissenschaftlichen Beirat des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik an, dessen Vorsitz er viele Jahre inne hatte. Auch war er seit 2003 Mitglied in der Kommission für den theologischen Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen.

Bischof Scheele war Ehrendomherr in Paderborn und Würzburg, Träger der Goldenen Stadtplakette und des Ehrenrings der Stadt Würzburg, des Bayerischen Verdienstordens sowie des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. Außerdem war er Honorarprofessor und Ehrensenator an der Universität Würzburg. 2012 beging Paul-Werner Scheele sein 60-jähriges Priesterweihejubiläum und 2015 sein 40-jähriges Bischofsweihejubiläum.