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Monsignore Dr. Michael Hardt geht in den Ruhestand

Erzbischof Becker dankt Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik für fundiertes ökumenisches Engagement

Das Bild zeigt einen Herrn im Anzug, Monsignore Dr. Michael Hardt.
Am 1. August 2022 geht Monsignore Dr. Michael Hardt in den Ruhestand. Seit 1996 war er am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik und als Leiter der Fachstelle Ökumene im Erzbischöflichen Generalvikariat tätig. | Foto: Erzbistum Paderborn

Nach Vollendung seines 70. Lebensjahres geht Monsignore Dr. Michael Hardt am 1. August 2022 in den Ruhestand. Er war 26 Jahre als Direktor des der Theologischen Fakultät Paderborn angegliederten Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik, seit 1996 als Leiter der Fachstelle Ökumene im Erzbischöflichen Generalvikariat sowie als Vorsitzender der Bistumskommission für Ökumene tätig. Der 1952 in Menden geborene Theologe gehört im Erzbistum Paderborn zu den ersten Ansprechpartnern für ökumenisch-theologische Fragestellungen. Erzbischof Hans-Josef Becker, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, würdigt in einem Schreiben das fundierte ökumenische Engagement von Monsignore Dr. Hardt und dankte ihm für seinen „mitbrüderlichen, seelsorglichen und wissenschaftlichen Dienst“.

Das Bild zeigt drei Männer in einem Kreuzgang, sie schauen in die Kamerea.
Seine beiden Brüder wünschen ihm „Gottes Segen“ für den Ruhestand. V.l.: Dr. Thomas Hardt, Monsignore Dr. Michael Hardt, Generalvikar Alfons Hardt. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Mit dem 1. August dieses Jahres wird Monsignore Dr. Hardt seine Aufgaben am Möhler-Institut sowie im Erzbischöflichen Generalvikariat abgeben und in den Ruhestand gehen. Dem Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd bleibt er auch nach seiner Pensionierung als Priester im seelsorglichen Dienst erhalten: In seinem Ruhestand wird er dort als Subsidiar wirken. Zur Verabschiedung von Monsignore Dr. Michael Hardt durch Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Pastorale Dienste, im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen im Erzbischöflichen Generalvikariat kamen auch Familienangehörige des ehemaligen Leiters der Fachstelle Ökumene: Sein älterer Bruder, Generalvikar Alfons Hardt (72), und sein Zwillingsbruder, Dr. Thomas Hardt (70), lissen es sich nicht nehmen, Monsignore Dr. Michael Hardt „Gottes Segen“ für den Ruhestand zu wünschen.

Michael Hardt, 1952 in Menden geboren, studierte nach dem Abitur zunächst in Paderborn und Münster Philosophie und Katholische Theologie. Anschließend setzte er sein Studium in München mit den Schwerpunkten Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie fort. 1980 folgte seine Promotion zum Doktor der Theologie. Im gleichen Jahr empfing er in Paderborn die Diakonenweihe und am 6. Juni 1981 die Priesterweihe. Zeiten als Vikar in der Pfarrei St. Christina in Herzebrock, als Akademischer Rat am Institut für Dogmatik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität München sowie weitere Tätigkeiten in der praktischen Seelsorge in Paderborn und Dörenhagen folgten.

Seit 1996 ist Monsignore Dr. Hardt Direktor am Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik in Paderborn und Leiter der Fachstelle Ökumene im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Seit 2004 ist er zudem seelsorglicher Mitarbeiter im Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd. Er ist Mitglied mehrerer ökumenischer Gremien und Kommissionen sowie Herausgeber und Autor verschiedener Publikationen. 2004 wurde er zum Päpstlichen Ehrenkaplan und 2008 zum Ordinariatsrat im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn ernannt.

Text und Fotos: Presse-Team des Erzbistums Paderborn

 

Drei Fragen an Monsignore Dr. Michael Hardt

Das Bild zeigt einen Mann, Monsignore Dr. Michael Hardt, der vor einem steinernen Taufbecken steht
Viele Jahre wirkte er als Seelsorger der Pfarrei St. Margaretha in Dahl. Als Ökumene-Fachmann betont er die Bedeutung des Glaubens an Jesus Christus und der Taufe, die alle Christen verbindet. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Was ist Ihnen rückblickend auf Ihren priesterlichen Dienst wichtig?

Es ist für mich bedeutsam, dass ich in allen Kirchengemeinden, in denen ich als Priester gewirkt habe, nie allein war. Immer haben „Laien und „Laiinnen“ die Gemeinde mit einem großen Engagement mit gefördert. Vor diesen Menschen und ihrem Einsatz aus dem Glauben heraus, kann ich nur den Hut ziehen. Das wird viel zu wenig gewürdigt.

An welches Ereignis im Bereich der Ökumene erinnern Sie sich besonders gerne?

Das Jahr 2017 mit dem 500-jährigen Reformationsgedenken hat gegen anfängliche Bedenken einen starken Impuls gebracht, die ökumenische Zusammenarbeit und Gemeinschaft weiter zu verstärken. Ich denke konkret an die Vereinbarungen zum „Kooperativen Religionsunterricht“ und die Handreichung für die Taufe von Kindern in konfessionsverbindenden Familien mit dem Titel „Gemeinsame Feier der Taufe“. Das Miteinander der Kirchen- und Diözesanleitungen steht seit vielen Jahren auf einem festen Fundament des Vertrauens.

Welche Herausforderung der Ökumene sehen Sie aktuell?

Der Glaube an Jesus, den Christus, und die Taufe verbindet alle Christen. Das muss deutlich ins Bewusstsein kommen. Der ökumenische Dialog über die Gemeinsamkeiten im Eucharistie- und Amtsverständnis muss fortgesetzt werden. Die historischen und dogmatischen Studien, die ökumenischen Konsenstexte der letzten 70 Jahre lassen darauf hoffen, dass die Gemeinschaft am Tisch des Herrn theologisch möglich ist. Die Einheit der Kirche wächst allerdings nur als Gemeinschaft der Kirchen. Schon dass Zweite Vatikanische Konzil begreift die anderen Kirchen als „Mittel des Heiles“.

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