Liturgiewissenschaftler Stephan Wahle erklärt die Beerdigungsriten der Papstbeisetzung

Professor Wahle erklärt, wie das ungewöhnlich schlichte und zugleich bewegende Begräbnis von Papst Franziskus ablaufen wird.

Was in einer säkularen Gesellschaft nur noch ganz selten vorkommt, wird bei einem Papstbegräbnis auf eindrucksvolle Weise sichtbar: ein bewusstes und öffentliches Abschiednehmen aus dieser Welt, eine letzte Eucharistiefeier in der Gemeinschaft der Lebenden und Verstorbenen sowie ein Begräbnis des Leichnams ins Grab mit der Bitte um Erlösung und Verwandlung zu einem neuen Leben bei Gott, beschreibt Stephan Wahle die 3-Stufen-Liturgie des Papstbegräbnisses. Dieses mehrstufige Begräbnisritual ist, so der Liturgiewissenschaftler, ein großes Symbol: Es inszeniert das „Pascha Christi“, den Hinübergang Jesu Christi aus der Welt, durch die Tiefen des Todes hindurch und hinauf zur Auferstehung in das ewige Leben. „In diesem österlichen Glauben hat Papst Franziskus gelebt und so wird er nun auch beigesetzt“, schreibt Stephan Wahle.

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