Kirchengeschichte und Patrologie
1. Vorlesung – Methoden- und Quellenkunde der Kirchengeschichte (Modul 2a), Methodology and Sources in Church History
- Di.,16:15-17:45 Uhr
- Beginn: 14.04.2026
- Ort: Hörsaal 1
- Dozentin: Prof. Dr. Annemarie Pilarski
Die Veranstaltung soll in die Besonderheiten wissenschaftlichen Arbeitens im Fach Kirchengeschichte einführen. Dabei wird einerseits ein Epochen- und Überblickswissen über die Kirchengeschichte erarbeitet, andererseits werden Methoden wissenschaftlichen Arbeitens, insbesondere die Quellenheuristik und -analyse vorgestellt und beispielhaft eingeübt.
2. Vorlesung – Papst und Reich, Kirche und Gesellschaft im Mittelalter (Modul 17b), Papacy and Empire, Church and Society in the Middle Ages
- Mi., 09:15-10:45 Uhr
- Beginn: 15.04.2026
- Ort: Hörsaal 1
- Dozentin: Prof. Dr. Annemarie Pilarski
3. Vorlesung – Kirche und Welt in der Neuzeit (Modul 17c), Church and World in Modern Times
- Do., 08:15-9:45 Uhr
- Beginn: 16.04.2026
- Ort: Hörsaal 2
- Dozentin: Prof. Dr. Annemarie Pilarski
Die Kirchengeschichte der Neuzeit ist durch Brüche wie Aufbrüche geprägt, durch die die Kirche einer radikal ‚größeren‘ Welt gegenübersteht als im Mittelalter. Gleichzeitig wird – mit Aufklärung und Säkularisierung – diese Welt im höheren Maße als ein Gegenüber bewusst, zu dem sich die Kirche zu positionieren und mit der sie umzugehen hat. Die Vorlesung nimmt daher das Zueinander von Kirche und Welt in den unterschiedlichen Kontexten der Neuzeit in den Blick (von Mission und Kolonialismus, Kulturkampf und totalitären Systemen bis hin zu den Neuaufbrüchen des Zweiten Vaticanums) und reflektiert die entsprechende Selbstpositionierung der Kirche vor den jeweiligen historischen Hintergründen.
4. Seminar – Martyrium. Variationen eines ambivalenten Konzepts (Modul 15b/23d), Martyrdom. Variations on an ambivalent concept
- Di., 09:15-10:45 Uhr
- Beginn: 14.04.2026
- Ort Uni Paderborn,
- Raum L 1 201.
- Dozentinnen: Prof. Dr. Annemarie Pilarski, Prof. Dr. Nicole Priesching (Uni Paderborn)
Die Vorstellung vom Martyrium als Glaubenszeugnis, das mit der Aufgabe des eigenen Lebens geleistet wird, prägt die Kirche seit den Verfolgungen der Spätantike und schreibt sich kirchlicher Identität weit über die Verfolgungen der Spätantike hinaus ein. Die theologische Deutung des Martyriums – was (k)ein Martyrium konstituiert, wer als Märtyrer(in) gelten kann, welche Aspekte des Konzepts als kritikwürdig empfunden werden – ist über die Kirchengeschichte hinweg jedoch teils tiefgreifenden Wandlungen unterworfen: Das zeigen insbesondere die Märtyrer(innen) des 20. Jahrhunderts im Kontext autoritärer Regime, etwa des Nationalsozialismus. Das Seminar hat zum Ziel, sowohl konkrete Beispiele von Martyrien als auch deren theologische Reflexion im historischen Längsschnitt von der Antike bis ins 20. Jahrhundert zu erarbeiten und kritisch zu reflektieren, inwiefern sie auf das Selbstverständnis der Kirche zurückwirken. Punktuell sollen dabei auch konvergierende wie konkurrierende Martyriumskonzepte anderer Konfessionen und Religionen, etwa des Islam, ins Gespräch gebracht werden.