CONCILIUM zum Thema: Schmerz und Trost

Das kürzlich erschienene CONCILIUM-Heft (Heft 5 / 2025, Dezember 2025) widmet sich dem Thema „Schwerz und Trost“ als einer theologischen Herausforderung.

Die inhaltliche Perspektivierung erfolgte vor dem Hintergrund einer durch die COVID-19-Pandemie und andere kollektive Traumata bedrängten und zerrissenen Welt.

„Der bekannte Song ‚Lean on me‘ beginnt mit den Worten: ‚Manchmal haben wir alle Schmerzen, wir alle haben Kummer in unserem Leben.‘ [‚Sometimes in our lives we all have pain, we all have sorrow.‘] Diese Worte fassen eine tiefgreifende Wahrheit über das Menschsein zusammen: Schmerz ist eine universelle Erfahrung, die jedes Leben berührt. […] Während die Neurowissenschaft Schmerz als eine physiologische und neurologische Erfahrung betrachtet, die durch Schwellenwerte und Toleranz geprägt ist, geht die Theologie tiefer – in das Geheimnis des Leidens, der göttlichen Vorsehung und der Güte Gottes. Aus theologischer Sicht ist Schmerz nicht nur eine biologische Störung, sondern ein Fenster zur Schwäche und Endlichkeit des menschlichen Daseins. Wir sind Geschöpfe, die von Begrenztheit geprägt sind, hin- und hergerissen zwischen Sehnsucht und Gebrochenheit, zwischen dem Wunsch nach Ganzheit und der Realität von Verlust, Tod und Verletzlichkeit. Unsere irdische Pilgerreise ist ein ständiger Spannungszustand zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Freude und Trauer, Gesundheit und Leid, Vertrauen und Angst, Leben und Sterblichkeit.“ (Editorial, S. 465)

Konzipiert und herausgegeben wurde das Heft von Geraldo De Mori SJ (Belo Horizonte, Brasilien), Margareta Gruber OSF (Vallendar, Deutschland), Silvia Cano (Madrid, Spanien), Cesar Kuzma (Curitiba, Brasilien), Stan Ilo (Chicago, USA) und Jonas Hagedorn (Paderborn, Deutschland).

Zu den zwölf Autorinnen und Autoren, die mit ihren Artikeln um das Thema „Schmerz und Trost“ kreisen, zählen u.a. Jean-Pierre Wils („Schmerzen und Leiden. Über den Ernstfall der Barmherzigkeit und des Trostes“), Estela Aldave Medrano („Schmerz und Trost aus der Perspektive des Johannes-Evangeliums“), Hans-Joachim Höhn („‚Unrecht, das zum Himmel schreibt‘. Leid – Klage – Hoffnung in existentialethischer Perspektive“) und Javier de la Torre („Den Schwerz besiegen. Die Leichtigkeit des posthumanistischen Traums“).

Weitere Informationen können Sie HIER einsehen.

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