Verantwortliche:
Die Stückfassung entstand mit Hilfe des „Auf geht’s!“ Stipendiums während der Corona-Zeit.
Die Zuschauenden tauchen durch das Spiel in den Kreuzgang des Zisterzienserklosters Hardehausen ins Jahr 1709 ein. Dort fegt der junge Mönchanwärter Jakob auf Befehl von Abt Stephan mit Sägemehl den Steinboden – und das seit Tagen! Die Klosteranlage befindet sich im Wiederaufbau nach den verheerenden Folgen des 30jährigen Krieges, der über achtzigjährige Abt Stephan Overgaer schwört auf die Heilquellen in Germete und der junge Johann Conrad Schlaun wird zum besten Freund des Jakob, der kurz vor seinem ewigen Gelübte steht. Allerdings hat sich Jakob dummerweise gerade in ein Mädchen verliebt, was dem alten Abt so gar nicht passt, soll Jakob doch in dessen Fußstapfen treten.
In dem ca. 70-minütigen Monolog beschreibt der 16-jährige Jakob seine Arbeit und seinen Werdegang im Zisterzienserkloster, referiert über all die Abbildungen im Kreuzgang und sinniert über den Grund seines Daseins in dieser Welt. Dabei stellt er das klösterliche Leben mit all seinen Entbehrungen und Vorzügen dem weltlichen Leben außerhalb der Mauern gegenüber. Er vergleicht seine Zukunft mit der des Freundes aus Nörde, dessen Vater Amtmann in Hardehausen ist, denn Johann Conrad Schlaun darf in dieser Zeit gerade vom Warburger Marianum ans Theodorianum nach Paderborn wechseln und geht von dort aus seinen Weg, um der berühmteste Barockbaumeister Westfalens zu werden.
Verbriefte historische Fakten um Stephan Overgaer und Johann C. Schlaun werden dabei mit der fiktiven Rolle des Mönches Jakob verwoben. Religiöse Fragestellungen wie ‚Wie geht das eigentlich, zu GLAUBEN?‘ oder ‚Was ist GOTT?‘ werden auf philosophisch amüsante Art bezugnehmend auf das Kloster und seine Umgebung behandelt, die Bilderwelt im Kreuzgang, sowie Sinnsprüche und Geschichte der Zisterzienser immer mit einbezogen. Man könnte meinen, die Fragestellungen seien über die ganze Zeit hindurch gleichgeblieben.
Die Produktion richtet sich an Jugendliche wie Erwachsene.