Zwischen Wiener Klassik und Minimal Music

Beim dritten Semestereröffnungskonzert begeisterten Charlotte Strauch (Klarinette) und Johann Maria Mayr (Fagott).

Am Tag des Beginns des Sommersemesters (13. April) fand bereits zum dritten Mal das mittlerweile fast schon traditionelle Semestereröffnungskonzert der Theologischen Fakultät Paderborn im Audimax statt. In diesem Jahr gestalteten die beiden jungen Musikerinnen Charlotte Strauch aus Leipzig (Klarinette/Bassklarinette) sowie Johanna Maria Mayr aus Frankfurt am Main (Fagott) den Abend und boten dem Publikum ein inspirierendes Konzert mit Klängen aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen der Musikgeschichte.

Nach einer kurzen Begrüßung und einer theo-poetischen Einführung durch Prof. Stephan Wahle, Prorektor der Fakultät und Inhaber des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft, gab Sebastian Pietsch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am selben Lehrstuhl, einen musiktheologischen Impuls zur Einstimmung auf den Abend. Darin sprach er über „heilige Momente“ im Leben, die sich – anders als im klassischen Gottesdienst – mitten im Alltag ereignen und als Erfahrungen des Göttlichen gedeutet werden können. Gerade die Musik eröffne, so Pietsch, immer wieder symbolische Klangräume, in denen sich solche Erfahrungen erahnen lassen.

Das Zentrum des Abends bildete dann das facettenreiche Programm der beiden Musikerinnen. Charlotte Strauch und Johanna Maria Mayr lernten sich während ihres Studiums an der Hochschule für Musik und darstellende Künste Wien kennen und musizieren seitdem in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Beim Semestereröffnungskonzert präsentierten sie ein anspruchsvolles Repertoire, das klassische Werke der Wiener Klassik mit experimentellen Klängen zeitgenössischer Komponisten verband. So trafen Stücke von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Philipp Emanuel Bach auf die repetitiven, teils groovigen Strukturen der Minimal Music von Marc Mellits und Michael Lowenstern – eine Begegnung unterschiedlicher musikalischer Welten, die gleichermaßen herausforderte und faszinierte.

Einen beschwingten Abschluss fand der Abend mit einer Polka von Julius Weissenborn für Fagott-Trio, die von den beiden Musikerinnen gemeinsam mit Sebastian Pietsch – diesmal als Cellist – in einem eigens arrangierten Satz dargeboten wurde.

 

Die Theologische Fakultät Paderborn bedankt sich herzlich bei den beiden Musikerinnen und lädt bereits jetzt zum nächsten Semestereröffnungskonzert im April 2027 ein!

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