Formen der Verbindlichkeit. Zur Normativität der Glaubenslehre jenseits des Dogmas.
Das, was die katholische Kirche mit dem Anspruch auf Verbindlichkeit zu glauben vorlegt, wird oft durch das Wort „Dogma“ gekennzeichnet. Seit dem 19. Jahrhundert ist dogmatisches Lehren zur bevorzugten Form avanciert, um die Verbindlichkeit der Glaubenslehre auszudrücken. Dogmatische Formen des Lehrens sind jedoch nur eine von vielen denkbaren Varianten, um Verbindlichkeitsansprüche in Glaubensfragen zu formulieren. Der Vortrag fragt in Auseinandersetzung mit Karl Rahner, Johann Baptist Metz und Walter Kasper, welche anderen Formen jenseits des Dogmas es gibt, um Verbindlichkeiten und Verbindendes ins Wort zu fassen.