Christologie ohne Dogma Dogma ohne Christologie

Adolf von Harnack und Erik Peterson oder zwei antispekulative Christusdeutungen, in: IKaZ Communio 53 (2024/4).

Christologie ohne Dogma – Dogma ohne Christologie: Adolf  von Harnack und Erik Peterson oder zwei antispekulative  Christusdeutungen. Adolf von Harnack und Erik Peterson sind oft als theologische Gegner dargestellt worden. Zwar nehmen sie in der Tat unterschiedliche Positionen zu Kirche, Dogma und Jesus Christus ein, doch bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass beide Theologen die christologischen Dogmen der Alten Kirche hinter sich gelassen haben. Harnack ersetzt das christologische Dogma durch den historischen Jesus und sein geschichtliches und erfahrungsmäßiges «Wirken» in der Geschichte. Peterson entwirft eine eschatologische Darstellung von Christus, der Kirche und dem Dogma, die man als überhistorisch bezeichnen kann. Beide Theologen sind nicht mehr bereit, das christologische Dogma als gültigen Maßstab für die intellektuelle Begründung des Kerns des christlichen Glaubens anzusehen. Der Artikel legt nahe, dass der theologische Wert der Kontroverse zwischen Harnack und Peterson nicht im Aufzeigen zweier unvermeidlicher theologischer Alternativen besteht. Vielmehr betont er die Notwendigkeit, eine Christologie zu finden, die das antike Dogma mit der modernen Vorstellung von geschichtlicher Entwicklung versöhnt.

Christian Stoll: Christologie ohne Dogma – Dogma ohne Christologie: Adolf von Harnack und Erik Peterson oder zwei antispekulative Christusdeutungen, in: IKaZ Communio 53 (2024/4), 423-438, ISSN: 1439-6165 – E21716, 11,00 €.

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