Magnifica humanitas Amosinternational Spezial 2026

Mit einer Einführung von Prof. Dr. Jonas Hagedorn: Magnifica humanitas – eine Steilvorlage für die Sozialethik.

Die Sonderausgabe „Amosinternational Spezial“ zu Magnifica humanitas (der ersten Sozialenzyklika von Papst Leo XIV.) ist bei HERDER erschienen.

Vor wenigen Jahren war Künstliche Intelligenz ein abstraktes Phänomen, „eine entfernte Verwandte von Robotik, Automatisierung und dem Internet“. Heute beherrscht sie unseren Alltag und beeinflusst, wie wir miteinander kommunizieren, in sozialen Beziehungen interagieren, erwerbstätig sind, und sogar, wie wir fühlen; und sie entscheidet zunehmend darüber, wer wirtschaftliche und politische Macht entfalten kann.

Bereits wenige Tage nach seiner Wahl zum Papst hatte Leo XIV. die digitale Revolution und die entfesselten KI-Entwicklungen als größte Herausforderung bezeichnet, vor der die Menschheit heute stehe. Die damit einhergehenden Transformationen mit ihren gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen fokussiert der Papst nun in seiner ersten Enzyklika, die er am 15. Mai 2026 unterzeichnete – dem Tag, an dem vor 135 Jahren Papst Leo XIII., in dessen Nachfolge sich Leo XIV. mit seiner Namenswahl gestellt hat, die erste päpstliche Sozialenzyklika unter dem Titel Rerum novarum veröffentlichte.

Die von Hermann-Josef Große Kracht und Jonas Hagedorn koordinierte Sonderausgabe von Amosinternational zu Magnifica humanitas hat zum Ziel, einige Aspekte der Sozialenzyklika Leos XIV. zu vertiefen. Sie widmet sich der Einordnung ihrer Inhalte in die Geschichte der päpstlichen Sozialverkündigung, aber auch den KI-ethischen, wirtschaftsethischen, friedensethischen und politisch-theoretischen Perspektiven, die in ihr deutlich werden.

Zum Inhalt des Hefts:

  • Jonas Hagedorn (Paderborn): Magnifica humanitas – eine Steilvorlage für die Sozialethik (Einführung)
  • Hermann-Josef Große Kracht (Darmstadt): Magnifica humanitas: Eine unerwartete Renaissance der kirchlichen Soziallehre
  • Anna Puzio (Bern/Wien): Die implizite Umwelt- und Technikphilosophie in der KI-Enzyklika Magnifica humanitas
  • Bernhard Emunds (Frankfurt am Main): Kapitalismuskritik ohne Kapitalismusbegriff. Der besorgte Blick der Enzyklika Magnifica humanitas auf die Macht der Tech-Konzerne
  • Michelle Becka (Münster): Entwaffnender Friede. Friedensethische Dimensionen in Magnifica humanitas
  • Christian Spieß (Linz): Ein starkes Bekenntnis zu den Menschenrechten und viele offene Fragen. Zur politischen Ethik der Enzyklika Magnifica humanitas

 

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