Ökumenische Theologie
1. Vorlesung – Gnaden- und Rechtfertigungslehre. Ökumenische Perspektiven (Modul 18b) / The Doctrine of Grace and Justification: Ecumenical Perspectives
- Mi., 09:15 – 10:45 Uhr
- Beginn: 14.10.2026
- Ort: Hörsaal 1
- Jun.-Prof. Dr. Cornelia Dockter
Die Vorlesung bietet einen Überblick über zentrale Inhalte der Gnaden- und Rechtfertigungslehre mit einem Schwerpunkt auf deren theologiegeschichtliche Entfaltung. Beginnend bei den biblischen Grundlagen des Verständnisses von Gnade und Rechtfertigung bei Paulus setzen wir uns mit der Rezeption des Paulus in theologischen Entwürfen des östlichen und westlichen Christentums auseinander. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei das Gnadenverständnis des Augustinus sowie dessen Wirkungsgeschichte. Ein zweiter Fokus fällt auf das scholastische Gnadenverständnis in der Theologie Thomas von Aquins. In kontroverstheologischer Weitung betrachten wir die Thomas-Kritik Martin Luthers und erschließen dessen Rechtfertigungsverständnis sowie die „katholische Antwort“ auf Luther in Gestalt des Konzils von Trient. Die interkonfessionell unterschiedliche Ausprägung der Gnaden- und Rechtfertigungslehre wird vor dem Hintergrund der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ aus dem Jahr 1999 und unter Bezugnahme auf gegenwärtige Gnadentheologien katholischer und evangelischer Prägung reflektiert.
2. Seminar – Warum keine Einheit der Kirche(n)? Einführung in die Ökumenische Theologie (Modul 23a/d) / Why no unity of the church(es)? Introduction in Ecumenical Theology
- Mi., 14:15 – 15:45 Uhr
- Beginn: 14.10.2026
- Ort: Universität Paderborn
- Jun.-Prof. Dr. Cornelia Dockter, gemeinsam mit Prof. Dr. Katrin König (Universität Paderborn, Institut für Evangelische Theologie)
Warum gibt es keine Einheit der Kirche(in)? In der Einführung in die Ökumenische Theologie geht es um konfessionskundliche Grundkenntnisse des Selbstverständnisses der römisch-katholischen Kirche sowie der reformatorischen Kirchen, die im Dialog geweitet werden um Perspektiven aus orthodoxer und freikirchlicher Sicht. Darüber hinaus erwerben Sie geschichtliches Wissen über die weltweite ökumenische Bewegung und gewinnen eine grundlegende Orientierung über Annäherungen im ökumenischen Dialog, wie etwa durch die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Ebenfalls nehmen wir heiße Eisen in den Blick und untersuchen alte Konflikte und neue Dissense als Hindernissen auf dem Weg zu sichtbarer Einheit der Kirche(n). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Gemeinsamkeiten und Unterschiedenen der Ekklesiologie: was sind Zeichen und Merkmale von Kirche? Welche Bedeutung haben Gottesdienste und Feste? Wie werden Sakramente und Ämter theologisch gedeutet? Wie werden christliche Werte verstanden? Und welche Chancen zur Vertiefung ökumenischer Verbundenheit bieten sich in der aktuellen Krisensituation und in den Reform- und Transformationsprozessen der Kirche(n)? Schließlich dient die Einführung in die Ökumenische Theologie der Einübung von Fähigkeiten, die für die Reflexion der eigenen konfessionellen Identität wichtig sind, wie etwa eine konfessionelle Selbstverortung und eine Methodik und Hermeneutik des ökumenischen Dialogs.
3. Seminar – Einführung in die westliche Kirchen- und Theologiegeschichte für orthodoxe Studierende (Modul 23a/d) / Introduction to Western church history and history of theology for Orthodox students
- Di., 16:15 – 17:45 Uhr
- Beginn: 13.10.2026
- Ort: Möhler-Institut
- Jun.-Prof. Dr. Cornelia Dockter, Prof. Dr. Christian Stoll, Dr. Dominique-Marcel Kosack, Ludwig Motz, PD Dr. Burkhard Neumann, Dr. Johannes Oeldemann
Kooperation mit dem Möhler-Institut