Prof. Dr. Aaron Langenfeld im Interview zum neuen Papstschreiben „Laudate Deum“

Bei Klimakrise „auf Daten und Fakten vertrauen“

Rektor Prof. Dr. Aaron Langenfeld, hält das neue Schreiben „Laudate Deum“ von Papst Franziskus zur Klimakrise für ein weltweit wichtiges Signal. Es enthalte klare und wegweisende Botschaften, sagt der Theologe in einem Interview für das Onlineportal des Erzbistums Paderborn.

Mit dem apostolischen Schreiben „Laudate Deum“ knüpft Papst Franziskus an seine 2015 veröffentlichte und bis heute viel beachtete Umweltenzyklika „Laudato Si“ an. Bereits sie enthält Überlegungen zur „Sorge für das gemeinsame Haus“ und setzt Impulse zur Bewahrung der Schöpfung. Die Fortschreibung „Laudate Deum“ ist jetzt „an alle Menschen guten Willens“ gerichtet und zeigt aktuell die Dringlichkeit zum Handeln auf.

Zwar sei es ungewöhnlich, dass Papst Franziskus auf „sehr viele naturwissenschaftliche Fakten und Argumente“ zurückgreife, erklärt der Fundamentaltheologe. Doch gerade dadurch werde deutlich, dass es bei der Klimakrise für den Papst immer noch „in eine verheerende Richtung“ gehe. Aus Sicht des Papstes sollten und müssten die Menschen „auf die Daten und Fakten der Wissenschaft vertrauen“. Dabei gehe es um keine „bestimmte politische Position“, sondern um die „Frage der Mitmenschlichkeit“. Laut Aaron Langenfeld zeige der Papst in dem Schreiben mehrfach auf, „wie sehr soziale Probleme mit der Klimaproblematik zusammenhängen“.

Papst Franziskus lade in „Laudate Deum“ dazu ein, darauf zu vertrauen, dass „Menschen in der Welt sinnvolle Sachen“ sagten und wissenschaftliche Positionen zum Beispiel durch Hassrede oder Fake-News nicht diskreditiert werden dürften. Dem großen Vertrauensverlust von Teilen der Gesellschaft in die Wissenschaft halte der Papst jetzt deutlich entgegen: „Die Haltung des Glaubens und das Vertrauen auf die Naturwissenschaft sind durchaus vereinbar – und können gemeinsam die Welt zum besseren verändern“, sagt Prof. Langenfeld.

Text: Kommunikationsabteilung Erzbistum PB

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