Im Rahmen eines Festaktes im Aenanenhaus in München im Januar 2026 wurde Dr. Christian Klüner der Pelkhoven-Preis 2025 verliehen. Ausgezeichnet wurde er für seine Dissertation „Leben und Werk von Johannes Linneborn (1867-1933) unter besonderer Berücksichtigung seines Kirchen-, staatskirchenrechtlichen und politischen Wirkens“, die 2025 bereits mit dem Spee-Preis der Theologischen Fakultät Paderborn ausgezeichnet worden ist. Sein Doktorvater, Prof. Dr. Rüdiger Althaus, hielt die Laudatio.
„Gerade auch der Wettbewerb mit anderen Nachwuchswissenschaftlern unterschiedlicher Studienorte und Fächer lässt exzellente Arbeiten erkennen, zu denen auch die historisch-kirchenrechtlichen Studie über Dompropst Johannes Linneborn von Herrn Dr. Christian Klüner zweifellos zählt“, so der Kirchenrechtler in seiner Laudatio: „Mich selber hat darüber hinaus gefreut, dass in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Folge eine von mir betreute wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet wurde.“
Preisträger Dr. Christian Klüner dankte dem Professor Linhardt Verein für die Ehrung seiner Arbeit in einem eigenen Festakt und seinem Doktorvater für die unterhaltsame Laudatio. „In seiner kurzweiligen und amüsant vorgetragenen Laudatio hob mein Doktorvater Prof. Dr. Rüdiger Althaus die Bedeutung der geehrten Arbeit für die historische Forschung und der dem Vergessen entrückten Person Johannes Linneborns (1867-1933) für das (Erz-)Bistum Paderborn hervor“, resümierte Spee-Preisträger Klüner. Er zeigte sich im Austausch mit den anderen Preisträgern beeindruckt von deren Forschungen aus den Bereichen der Theologie, Geschichte, Jura, Medizin und Elektrotechnik.
Der Pelkhovenpreis knüpft an eine Tradition des 19. Jahrhunderts an und hat sich der Förderung des Wissenschaftsprinzips verschrieben. Seit 2006 vergibt die Münchner Studentenverbindung in Zusammenarbeit mit dem Professor-Lienhardt-Verein jährlich Preise für herausragende akademische Arbeiten in verschiedenen Disziplinen, darunter Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin, Wirtschaft sowie Geistes-, Natur- und Sportwissenschaften. Gewürdigt werden Habilitationen, Dissertationen, Magister-, Master- und Diplomarbeiten.
Der Namensgeber des Preises, Heinrich Freiherr von Pelkhoven, wurde 1833 geboren. Nach Beginn seines Jurastudiums trat er 1852 der Studentenverbindung Aenania bei. Pelkhoven spielte eine entscheidende Rolle bei der Ausformung der Grundsätze der Verbindung. 1856 gründete er gemeinsam mit seinem Vater eine Stiftung, die alle zwei Jahre Preise für akademische Leistungen vergab.