Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn fördert dritten Band der Weiheregister des Bistums Paderborn

Autor Ulrich Schulz überreichte die Bände Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn, dem Ort, an dem er seiner akribische Detailarbeit nachgeht.

Daten aller Kleriker, die von 1653 bis 1718 in Paderborn geweiht wurden, können nun in den ersten drei Bänden der Weiheregister des Bistums Paderborn nachgelesen werden. Der dritte Band ist im Februar 2024 wiederum in der Reihe „Veröffentlichungen der mitteldeutschen Kirchenprovinz“ im Verlag F. W. Cordier erschienen. Die Drucklegung wurde vom Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn e.V. finanziell unterstützt.

Die von Ulrich Schulz bearbeiteten Weiheregister des Bistums Paderborn umfassen im ersten Band die unter den Paderborner Fürstbischöfen Dietrich Adolph von der Recke und Ferdinand von Fürstenberg vorgenommenen Klerikerweihen des Welt- wie auch des Regularklerus aus der Zeit von 1653-1672, ergänzt um vorgenommene Altar-, Kirchen- und Kapellenweihen sowie Glocken- und Kelchweihen, die sowohl Ferdinand von Fürstenberg als auch dessen Nachfolger Hermann Werner von Wolff-Metternich zur Gracht (1686) vorgenommen haben. Band 2 enthält die Daten der Kleriker, die von den Paderborner Fürstbischöfen Ferdinand von Fürstenberg (1661-1683) und Hermann Werner von Wolff-Metternich zur Gracht (1683-1704) ordiniert wurden. Außerdem enthält dieser Band noch die Weihen des Zisterzienserabtes Stephan Overgaer aus der Abtei Hardehausen (1675) und die Weihe des Benediktinerabtes Paulus Haver aus der Abtei Abdinghof (1677) sowie Kirchenkonsekrationen aus den Jahren 1679 und 1683, Kelchweihen und die Weihe und Inthronisation des Fürstbischofs Hermann Werner von Wolff-Metternich zur Gracht (1683). Band 3 schreibt die Weihen für die Zeit von 1704 bis 1718 fort.

Die Edition der „Weiheregister des Bistums Paderborn“ stellt für die allgemeine historische Forschung, besonders aber für die Geschichte der einzelnen Bistümer, Klöster und Pfarreien eine wichtige personengeschichtliche Quelle dar, zumal der in diesen Weiheregistern vorgestellte Personenkreis weit über die Grenzen des alten Bistums Paderborn hinausgeht, schreibt der Verlag. Ulrich Schulz, studierter Altphilologe und katholischer Theologe, der als Lehrer am Gymnasium Schloß Neuhaus gewirkt hat, wünscht sich Nachwuchs aus den Reihen der Studierenden der Theologischen Fakultät Paderborn, die Freude an der Arbeit mit den handschriftlichen Quellen haben.

 

Die Bände der Weiheregister des Bistums Paderborn

  1. Ulrich Schulz: Die Weiheregister des Bistums Paderborn 1653 – 1672 / bearb. von Ulrich Schulz, (Veröffentlichungen zur Geschichte der mitteldeutschen Kirchenprovinz ; 26), Paderborn: Bonifatius Verlag: 2014.
  2. Ulrich Schulz: Die Weiheregister des Bistums Paderborn 1673 bis 1703 / bearb. von Ulrich Schulz, (Veröffentlichungen zur Geschichte der mitteldeutschen Kirchenprovinz ; 29), Heiligenstadt: Verlag F.W. Cordier: 2019.
  3. Ulrich Schulz: Die Weiheregister des Bistums Paderborn 1704 bis 1718 / bearb. von Ulrich Schulz, (Veröffentlichungen zur Geschichte der mitteldeutschen Kirchenprovinz ; 32, Heiligenstadt: Cordier: 2022.

 

Seit 1987 gibt es den Förderverein der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek Paderborn e.V., der sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bibliothek bei ihren Restaurierungsbemühungen und der Bestandspräsentation (Ausstellungen, Führungen, Publikationen etc.) zu unterstützen.

Weitere Einträge

© ThF PB

Aktuelles aus Forschung und Lehre Von Traditionsabbruch keine Spur

Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Stephan Wahle sprach im Podcast "Mit Herz und Haltung" des Herder Verlags über das Pilgern und Wallfahren.
© ThF-PB

Aktuelles aus Forschung und Lehre „Die Reise des Papstes ersetzt keinen theologischen Dialog und hat unterschiedliche diplomatische Facetten“

Prof. Dr. Christian Stoll erläutert im Interview mit katholisch.de anläßlich der Reise von Papst Leo XIV. in die Türkei, wie es heute um die Ökumene steht – und worauf er hofft, wenn der Papst zu den Wurzeln des gemeinsam bekannten Glaubens reist.
© VELKD/McK

Aktuelles aus Forschung und Lehre „Beim Thema Synodalität von den ökumenischen Partnern lernen“

Prof. Dr. Christian Stoll gab auf einem Podium Einblicke in die synodalen Prozesse der katholischen Kirche, dass im Rahmen der gemeinsamen Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) stattfand.