„Katholische Konfessionalisierung in Paderborn?“

Interdisziplinäre Tagung an der Theologischen Fakultät Paderborn

Antworten auf bislang ungeklärte Fragen zur katholischen Konfessionalisierung in Paderborn und zu religiösen Prozessen in der Frühen Neuzeit erwarten sich führende Wissenschaftler von einer interdisziplinären Tagung vom 27. bis 28. Juni an der Theologischen Fakultät Paderborn (ThF). Organisiert und durchgeführt wir sie in Kooperation von Kirchenhistorikerin Professorin Dr. Nicole Priesching (Universität Paderborn) und Liturgiewissenschaftler Professor Dr. Stefan Kopp (ThF).

Mit der Frage nach der katholischen Konfessionalisierung in Paderborn nehme die Tagung sowohl Akteure als auch Prozesse „religiöser Bekenntnisbildung am Beispiel frühneuzeitlicher Kirchenherrschaft“ in den Blick. Ausgehend von einer „lebendigen gut katholischen Tradition der Stadt und des Landes Paderborn“, solle untersucht werden, „wie der Bestand des Bistums zwischen Reformation und Französischer Revolution gesichert wurde und welche Veränderungen dabei Religiosität, Herrschaftsstil und soziales Gefüge erfuhren“, heißt es in der Tagungseinladung.

Die Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aus ganz Deutschland wollten Antworten finden „im Gespräch zwischen Theologie und Geschichtswissenschaft, im vergleichenden Blick auf historische Ausdrucksformen von Religiosität und Konfession sowie auf deren kurzfristige wie epochemachende Wirkungen“. Schwerpunkt des Interesses solle dabei der konzentrierte Blick auf die damalige Entwicklung in Paderborn sein. Ziel der Tagung sei es, „das breite Themenspektrum der neueren Konfessionalisierungsforschung an ein konkretes Beispiel rückzubinden, um es auf diese Weise fruchtbar für Anschlussuntersuchungen zu machen“.

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