Liturgiewissenschaftler Stephan Wahle im Interview zur Sonntagspflicht

In einem Beitrag für die "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" hatte die evangelische Pfarrerin Hanna Jacobs die Abschaffung des Sonntagsgottesdienstes diskutiert, da er an Zulauf und Strahlkraft verloren habe. Liturgiewissenschaftler Stephan Wahle nimmt dazu im Interview Stellung.

Die Begründung für die Sonntagspflicht sei für ihn weniger theologisch als naturrechtlich aus dem Mittelalter ableitbar: Der Mensch sei als Mensch dazu verpflichtet, Gott gegenüber Verehrung, also Kult zu leisten. Das tue er, indem er am Gottesdienst teilnimmt. „Da kann man schon fragen, ob das heute so begründbar ist“, so Professor Wahle, Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaft: „Womöglich wäre es sinnvoller, nicht von einer Gott geschuldeten Pflicht zu sprechen, sondern von einer Selbstverpflichtung Gott gegenüber.“ Für ihn sei ein Nachdenken über die Attraktivität des Gottesdienstes die Frage, die Aufmerksamkeit verdiene. Das gesamte Interview findet sich hier.

Weitere Einträge

Aktuelles aus Forschung und Lehre Ringvorlesung WiSe 2025/26: Fehler und Schuld in Medizin und Pflege

PD Dr. Christina Grothusen, Ltd. Oberärztin Innere Medizin I, St. Johannes Hospital Dortmund, und Prof. Dr. Stephan Wahle, Liturgiewissenschaftler, Theologischen Fakultät Paderborn, setzten sich mit Fragen nach Verantwortung und Umgang mit Fehlern auseinander.
© Theodorianum

Aktuelles aus Forschung und Lehre Dialog zwischen Schule und Universität beim Hauptseminar „Wie an das Unfassbare erinnern?“

Jun.-Prof. Matthias Daufratshofer freute sich über den Besuch des Geschichtslehrers Marvin Wehrmann vom Paderborner Gymnasium Theodorianum beim zweiten Block des Hauptseminars in Münster.
© EuARe2026

Aktuelles aus Forschung und Lehre Call for Papers für das Open Panel bei der EuARe 2026

Das Team des DfG-geförderten Forschungsprojekts "ETHIK | GESUNDHEIT | ANWERBUNG Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal" hält im Rahmen der European Academy of Religion (EuARe) 2026 in Rom ein Open Panel ab, zu dem es nun einen Call for Papers bis zum 13. 3. 2026 gibt.