Zum Auftakt des neuen Akademischen Jahres an der Theologischen Fakultät Paderborn hatte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Studierenden in seiner Predigt dazu ermutigt, sich nicht auf vorgefertigte Antworten und scheinbare digitale Abkürzungen zu verlassen, sondern echte theologische Urteilskraft und innere Freiheit zu entwickeln. Im Pontifikalamt in der Universitäts- und Marktkirche betonte der Erzbischof, dass Theologie im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz vor allem durch eigenes Lesen, kritisches Unterscheidungsvermögen und bewusste Räume der Stille lebendig bleibe. „Lassen Sie nicht allein die KI für sich recherchieren. Der Grundwasserpegel Ihrer theologischen Kompetenz sinkt, je mehr Sie ‚aus zweiter Hand leben‘ und nur abschreiben, wiederkäuen und Algorithmen für sich denken lassen“, gab Erzbischof Bentz den Studierenden mit auf den Weg. Im Rückgriff auf ein Zitat von Simone de Beauvoir formulierte der Erzbischof, dass Freiheit bedeute, eigene Standpunkte zu entwickeln, das Gegebene zu überschreiten und nicht im bloßen Wiederholen zu verharren.
Mut zur inneren Freiheit im Zeitalter der Algorithmen
Das wünschte Erzbischof Bentz den Studierenden zum Semesterstart in der Universitäts- und Marktkirche.
Feierlicher Einzug beim Pontifikalamt | Foto: Besim Mazhiqi
Studierende und wissenschaftliche Mitarbeitende als Ministrantinnen und Ministranten | Foto: Besim Mazhiqi
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz (2.v.l.) und Diakon Lukas Arenhövel (l.)| Foto: Besim Mazhiqi
Studierende singen als Schola von der Orgelempore | Foto: Besim Mazhiqi