„Religion and Work-Related Migration“

Erfolgreiches Panel auf der EuARe 2026 in Rom für den Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre und das DFG-Projekt „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“.

Vom 30.06.–03.07.2026 fand in Rom die Jahrestagung der European Academy of Religion (EuARe) zum Thema „Religion and (In)Equality“ statt. Prof. Dr. Jonas Hagedorn und Leonie Uliczka waren mit dem DFG-Projekt „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“ vertreten und veranstalteten zusammen mit den Projektpartner:innen aus Frankfurt ein Open Panel unter dem Titel „Religion and Work-Related Migration: Religious Actors and Critical Religious Perspectives“.

In ihrem Vortrag „Arguments for (De-)Legitimizing the Recruitment of Healthcare Professionals in Mexico from a Socioethical Perspective – The Right to Emigrate as an Example“ zeigten sie ethische Spannungsfelder der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal am Beispiel Mexikos auf. Grundlage bildete eine Analyse der Argumente für und gegen ein uneingeschränktes Recht auf Auswanderung, das ein zentrales Thema in der Debatte um globale Gerechtigkeit und Arbeitsmigration darstellt. Ein besonderer Fokus lag darauf aufbauend auf der Frage nach Solidarität als Leitprinzip, das die wechselseitige Abhängigkeit von Individuen und Gesellschaft ernst nimmt, statt einseitig auf liberale Freiheitsrechte zu setzen. Anhand von Auszügen aus Expert:inneninterviews mit Akteur:innen der mexikanisch-deutschen Anwerbepraxis konnte darüber hinaus aufgezeigt werden, wie diese Spannung in der Praxis erlebt wird.

 

Weitere Fragen von Religion und Arbeitsmigration diskutierten in ihren Beiträgen: Moritz Broghammer und Prof. Dr. Christof Mandry (Goethe-Universität Frankfurt), Heekyun Jeong (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Segnon Koffi Victor Nakou (Universität Passau) sowie Lisa Quirin (Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen). Weitere Informationen zu Vorträgen und Programm finden Sie hier.

Die Konferenz bot letztlich eine herausragende Plattform, um erste Forschungsergebnisse vor einem internationalen Publikum zu präsentieren und neue wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen.

Mehr zum DFG-Projekt „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal“ und den Partnerinstitutionen „Arbeitsstelle Sozialethik im Gesundheitswesen“ an der Goethe-Universität Frankfurt (Teilprojekt 1: Prof. Dr. Christof Mandry & Moritz Broghammer), Nell Breuning Instituts an der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen (Teilprojekt 2: Prof. Dr. Bernhard Emunds & Lisa Quirin) finden Sie auf der Projektwebsite.

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