Sozialethik: DFG-Projekt zur internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal bewilligt

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Forschungsantrag zum Thema „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal. Eine christlich-sozialethische Integration globaler und nationaler Perspektiven“, bewilligt.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Forschungsantrag zum Thema „Sozialethik der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal. Eine christlich-sozialethische Integration globaler und nationaler Perspektiven“, den Jun.-Prof. Dr. Jonas Hagedorn gemeinsam mit Herrn Professor Dr. Bernhard Emunds (NBI, Sankt Georgen, Frankfurt am Main) und Herrn Professor Dr. Christof Mandry (Goethe-Universität, Frankfurt am Main) gestellt hat, bewilligt.

Das Forschungsprojekt arbeitet ein sozialethisches Konzept zur Bewertung der internationalen Anwerbung von Gesundheitsfachpersonal (GFP) aus. Es füllt eine Forschungslücke, indem es die spezifischen Verantwortlichkeiten der einschlägigen Akteure auf der Makroebene internationaler Beziehungen, auf der Mesoebene der bilateralen Institutionalisierung der GFP-Anwerbung und der nationalstaatlichen Regulierung sowie auf der Mikroebene der anwerbenden privaten Akteure ausarbeitet und zueinander ins Verhältnis setzt. Dazu greift es die Debatten um internationale Regelwerke für diese Anwerbung auf, wertet die ethischen Argumente aus, die in einem Zielland (Deutschland) und in einem Herkunftsland (Mexiko) zur GFP-Anwerbung vorgebracht werden, und erarbeitet mit kritischem Bezug zu diesen ein eigenes übergreifendes und integriertes sozialethisches Konzept.

In diesem Zusammenhang wird über 36 Monate die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre Paderborn finanziert. Die Forschungsarbeit soll im Mai 2025 anlaufen. Die Ausschreibung der wissenschaftlichen Mitarbeiter:innenstelle finden Sie hier.

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© Claudia Reichstein / MZG

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