Rektor Aaron Langenfeld hob in seiner Begrüßung hervor, dass der Studientag einerseits eine Art Update zum Studientag von vor zwei Jahren darstelle, der sich mit den Abschlussperspektiven zum Synodalen Weg beschäftigt hatte. Andererseits adressiere der Studientag heute die bleibende Relevanz des Synodalitätsbegriffs für die kirchliche Selbstbeschreibung der Gegenwart. Der Auftrag, eine synodale Kirche zu sein, verbindet die Pontifikate von Franziskus und Leo. Was Synodalität aber heißt und wie sie gesamtkirchlich zu leben ist, das sei keineswegs klar und weiterhin Gegenstand heftiger innerkirchlicher Debatten. „Der Studientag will sich diesen universal und ortskirchlich drängenden Fragen widmen und im Zusammenspiel rechtlicher, praktischer, historischer und systematischer Perspektiven Klärungen herbeiführen“, schloss der Rektor.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Verständnisses einer synodalen Kirche. Drei Kurzvorträge beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz widmete sich in seinem Vortrag „Für eine Kirche, die verbindet und weitet. Synodale Perspektiven von der Basis bis zur Weltkirche“ der Frage, was Synodalität für die Leitung der Erzdiözese bedeutet. Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Paderborn und Mitglied des Synodalen Ausschusses, gab eine grundlegende Einführung in den Begriff der Synodalität sowie in die Entwicklungen in Deutschland und der Weltkirche über die Jahrhunderte. Prof. Dr. Florian Kunz von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich mit der Bedeutung der Synodalität auf Gemeindeebene.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfuhren die Teilnehmenden in mehreren Workshops, wie man das Ziel einer synodalen Kirche aktiv mitzugestalten kann. Prof. Dr. Aaron Langenfeld, Rektor der Fakultät und Inhaber des Lehrstuhls für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft, arbeitete mit den Teilnehmenden zum Thema „Synodalität und die Verantwortung aller Gläubigen für die Kirche“. Prof. Dr. Florian Kunz berichtete unter dem Titel „katholisch in Trier“ – Erfahrungen mit einem Workshoptag als Meilenstein zu einer synodalen Kirche im Dekanat Trier“ aus der Praxis. Dr. Annemarie Pilarski, Lehrstuhlvertreterin für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn, widmete sich einer historischen Perspektive auf die Synoden in der Kirchengeschichte sowie ihrer Bedeutung für heutige Gemeinden.
In einem abschließenden Panel unterzogen die Teilnehmenden die verschiedenen Perspektiven einer kritischen Reflexion.