Christliche Menschenwürde und Sterbehilfe, die Position des Papstes zum Trumpismus, die Christologie des Ignatius von Antiochien, unterschiedliche Übersetzungstraditionen der Bibel und ihre Konsequenzen sowie eine Bewertung des Transformationsprozesses im Erzbistum Paderborn – das sind die anspruchsvollen Themen der diesjährigen Facharbeiten, die mit den Preisen für 2026 ausgezeichnet wurden. Die Preise wurden von Prorektor Stephan Wahle in festlichem Rahmen an Sarah Freckmann (Gymnasium St. Michael, Paderborn), Josephine Lerni (Herder-Gymnasium, Minden), Matthias Bujtor (Beethoven-Gymnasium, Bonn), Nathanael Mittag (Gymnasium Horn-Bad Meinberg) und Corinna Zilles (Pelizaeus-Gymnasium, Paderborn) verliehen. Mit der jährlichen Vergabe der Facharbeitspreise unterstreicht die Theologische Fakultät Paderborn ihre Wertschätzung für Schülerinnen und Schüler, die sich eigenständig und kritisch mit aktuellen Fragen aus Religion und Theologie auseinandersetzen.
Videogrußwort des Erzbischofs
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, wandte sich in einer Videobotschaft an die Preisträgerinnen und Preisträger. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich junge Menschen von theologischen Fragen faszinieren lassen, nach Gott und dem Menschen fragen, nach Verantwortung, Würde und wie ihr Leben gelingen kann. Und das täten sie mit Ernst, intellektuellem Interesse und eigenen Gedanken. „Sie haben gelesen, abgewogen, formuliert und nachgedacht und hoffentlich auch entdeckt, was für eine Freude und wie spannend Theologie sein kann.“ Theologie, so der Erzbischof weiter, bleibe nicht im Seminarraum: „Sie hat mit dem Leben zu tun, mit Verantwortung, mit Sprache, mit Gerechtigkeit, mit der Frage, wie Kirche heute und morgen glaubwürdig sein kann.“ Er schloss mit einem Appell: „Liebe Schülerinnen und Schüler, bleibt dran, bleibt neugierig, stellt weiter eure Fragen. Genau das brauchen wir.“