Paderborner Kirchenhistoriker spricht in Rom über seligen Niels Stensen

Dr. Frank Sobiech bei einer internationalen Tagung an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom

Der Paderborner Kirchenhistoriker Dr. Frank Sobiech von der Theologischen Fakultät Paderborn hat bei einer  einen Vortrag über Leben und Wirken des seligen Niels Stensen (1638–1686) gehalten. Im Mittelpunkt stand dabei die Wissenschaftsethik des 1988 seliggesprochenen Universalgelehrten, der unter dem damaligen Paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg als Weihbischof in Münster wirkte.

In seinem Beitrag „Personalità ed Etica della ricerca nel lavoro scientifico di Niels Steensen: La sua attualità a fronte del concetto di ‚morte cerebrale‘“ nahm Dr. Sobiech auf dem Studientag „Niels Steensen: Scienza, filosofia e religione“ in besonderer Weise die Stellungnahme Stensens zur Bluttransfusion und sein Prinzip der Vorsicht, in der Bioethik „principio di precauzione“ in den Blick. Anschließend ging er auf die Frage der wissenschaftlichen Belastbarkeit und ethischen Bewertung des 1968 von der Ad-Hoc-Kommission der Harvard Medical School definierten „Gehirntods“ ein, ehe er einen Ausblick auf die weitere medizinische Forschung bis heute entwickelte. Abschließend diskutierte er mit den Tagungsteilnehmern auf Italienisch über aktuelle Fragen wie die zur Organspende.

Die Tagungsbeiträge sollen noch dieses Jahr in der Reihe „Pubblicazioni dell’Archivio Arcivescovile di Firenze“ der Erzdiözese Florenz im Verlag Pagnini Editore veröffentlicht werden.

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