Der US-amerikanische Konservatismus wurde in den letzten Jahren durch einen katholisch-integralistischen Postliberalismus erheblich beeinflusst. Welche korporatistischen Ordnungsvorstellungen und welches Gemeinwohlverständnis in Anschlag gebracht werden und welche Auswirkungen dies auf die politische Praxis in den USA hat, versucht der Beitrag zu eruieren. Die Kämpfe um Deutungsmacht waren im Katholizismus des 20. Jahrhunderts im Umfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils zugunsten eines demokratiekompatiblen, sozialstaatsfreundlichen Ordnungsmodells ausgegangen. Heute scheinen erneut Kämpfe um Deutungsmacht ausgebrochen zu sein, zu denen sich die Autoren positionieren.
Der Vortrag findet im Rahmen des Panels „Religion & Democracy: Contemporary Responses to Authoritarianism” statt, das von der Zeitschrift Concilium und dem Institute for Advanced Catholic Studies (IACS), University of Southern California organisiert wird.
Die European Academy of Religion (EuARe) 2026 wird unter dem Thema „Religions and (In)equalities“ vom 30.06.-03.07.26 von der LUISS in Rom ausgerichtet.