© Karsten Schwenzfeier
© Karsten Schwenzfeier

Fachzeitschrift "Theologie und Glaube"

Dekoratives Bildelement, das einen historischen Gelehrten und eine moderne Frau beim Lesen zeigt.

„Theologie und Glaube“ ist eine theologisch-wissenschaftliche Fachzeitschrift und erscheint viermal jährlich online und im Druck. Die Fachzeitschrift wurde 1909 von der Theologischen Fakultät Paderborn (damals unter dem Namen „Bischöfliche philosophisch-theologische Fakultät zu Paderborn“) begründet. Seit ihrer Gründung versteht sich die Zeitschrift als Plattform für den theologischen Diskurs in seiner gesamten Bandbreite. „Theologie und Glaube“ wird seit 2007 vom Aschendorff Verlag in Münster publiziert und vertrieben.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Beiträge und Rezensionen aus allen Disziplinen der Theologie sowie aus dem gesamten Spektrum der für die christliche Theologie relevanten Themenbereiche. Zur Qualitätssicherung werden sämtliche Beiträge einem Peer-review-Verfahren unterzogen. Es werden ausschließlich Erstpublikationen veröffentlicht. In der Regel erscheinen zwei Hefte eines Jahrgangs als Themenhefte, bei denen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Artikel von der Schriftleitung gezielt angefragt werden.

Herausgeber von „Theologie und Glaube“ ist das Professorium der Theologischen Fakultät Paderborn. Aus diesem Herausgeberkreis wird jeweils für zwei Jahre eine Schriftleitung bestimmt.

Seit 2022 wird die Zeitschrift parallel zur Print-Ausgabe auch als Open-Access-PDF auf der Seite des Aschendorff Verlags veröffentlicht und ist dort allen Interessierten kostenfrei zugänglich.

Zur Seite des Verlags: Aschendorff Verlag

Aktuelles Heft

Theologie und Glaube

Jahrgang 116
Ausgabe 3/2026

Die dritte Ausgabe von „Theologie und Glaube“ des Jahres 2026 ist erschienen.

Die Haupbeiträge stammen von Prof. Dr. Michael Seewald (München), Prof. Dr. Markus Knapp (Bochum) und Prof. Dr. Matthias Huber (Ohio).

Kurzbeiträge liefern Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Paderborn), Prof. Dr. Christoph Jacobs (Paderborn), Mag. theol. Theresa Oesselke (Paderborn) sowie Prof. Dr. Peter Schallenberg (Paderborn).

Die Rezension hat Dr. lic. theol. Sebastian Walser (Dresden) verfasst.

Wir wünschen eine spannende Lektüre!

 

Beiträge aus dieser Ausgabe

S. 4–16

Der Beitrag betrachtet dogmatisches Lehren lediglich als eine von mehreren möglichen Formen,
um doktrinäre Verbindlichkeitsansprüche in der katholischen Kirche auszudrücken.
Der Text, der auf der Libori Lecture 2026 fußt, gliedert sich in drei Teile.
Erstens wird untersucht, worin die Charakteristika dogmatischen Lehrens in der katholischen Kirche bestehen.
Zweitens wird in Auseinandersetzung mit Walter Kasper, Karl Rahner und Johann Baptist Metz gefragt,
inwiefern sich aus dogmengeschichtlichem Arbeiten (Kasper), aus der Begegnung von Dogmatik und
Pastoraltheologie (Rahner) sowie aus einer marxistisch geprägten Theoriebildung (Metz)
alternative Ideale lehrmäßiger Verbindlichkeit gewinnen lassen.
Drittens folgt eine kurze Zusammenfassung.

The article considers dogmatic teaching to be merely one of several possible ways of
expressing doctrinal claims of normativity within the Catholic Church.

Based on the 2026 Libori Lecture, the text is divided into three parts.
First, it examines the characteristics of dogmatic teaching in the Catholic Church.
Second, engaging with the work of Walter Kasper, Karl Rahner, and Johann Baptist Metz,
it asks to what extent alternative ideals of teaching authority can be derived from historical work (Kasper),
from the encounter between dogmatics and pastoral theology (Rahner),
and from a Marxist-influenced theoretical framework (Metz).
Third, it concludes with a brief summary.

S. 17–34

Der Beitrag fragt nach der Möglichkeit einer theologischen Rezeption von
Christoph Menkes philosophischer Theorie der Befreiung. Dazu wird diese zunächst
in Beziehung zum zeitgenössischen Freiheitsdiskurs gesetzt, um ihr
spezifisches Anliegen verständlich zu machen. Anschließend wird ein theologisches
Freiheitsverständnis erläutert, so dass dann gefragt werden kann,
inwiefern dieses theologische Freiheitsverständnis einerseits an Menkes Freiheitstheorie anschließt,
diese aber andererseits auch kritisch beleuchtet und über sie hinausführt.

The essay explores the possibility of a theological reception of Christoph Menke‘s theory
of liberation. To this end it is put in relation to the contemporary

discussion of liberty to make its specific interest comprehensible.
The essay then develops a theological understanding
of freedom and subsequently asks
to what extent this understanding, on the one hand,
corresponds to Menke’s
theory of liberation and, on the other hand, critically engages
with and goes
beyond it.

S. 35–52

Kirchliche Reformdebatten entzünden sich nicht selten an der Frage, ob Veränderungen
die Identität der Kirche wahren oder auflösen. Der Aufsatz untersucht,
was Identität bedeutet und unter welchen Bedingungen sie fortbesteht.
Im Gespräch mit dem philosophischen Identitätsdiskurs und dem Prinzip der
Transformationsinvarianz in der Physik wird Identität als relationale Kontinuität
eines „Selbst“ bestimmt. Strukturanaloge Einsichten bei Augustinus,
Newman und Welte eröffnen ein formales Kriterium für Reformdiskurse.

Debates over ecclesial reform often turn on whether changes preserve or dissolve
the Church’s identity. This article examines what identity means and
under what conditions it endures. Drawing on philosophical accounts of identity
and the principle of transformational invariance in physics, it understands
identity as the relational continuity of a “self.” Structurally analogous
insights in Augustine, Newman, and Welte suggest a formal criterion for theological
reform discourse.

S. 53–59

Papst Leo XIV. führt in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas die Tradition
des christlichen Humanismus von Petrarca über Vitoria bis Franziskus fort.
Zentral ist die Unterscheidung zweier Lieben bei Augustinus als Grundlage
von Staat und Kirche, versinnbildlicht in Babel und Jerusalem. Der Mensch
erscheint als personalisierte Zivilisation der Liebe, die durch Gottes Menschwerdung
ermöglicht wird. Darum gelten KI und Krieg als Gefährdung der
Würde des Menschen.

In his encyclical Magnifica Humanitas, Pope Leo XIV continues the tradition
of Christian humanism from Petrarch through Vitoria to Francis. Central to
this is Augustine’s distinction between two forms of love as the foundation of
state and church, symbolised by Babel and Jerusalem. Human beings are seen
as the personification of a civilisation of love, made possible by God’s incarnation.
For this reason, artificial intelligence and war are regarded as threats
to human dignity.

S. 60–68

Die Transformation der Kirche stellt alle pastoralen Berufe vor neue Herausforderungen.
Doch wie beurteilen junge Seelsorgende diesen Wandel? Eine
explorative Befragung zeigt eine Generation mit hoher Veränderungsbereitschaft
und klaren Erwartungen an das Gelingen der Transformation. Menschennähe
und Gottesnähe bilden den Deutungshorizont ihrer Hoffnungen,
Unsicherheiten und Befürchtungen – und ihres Ringens, die eigene Berufung
unter veränderten Bedingungen zu leben. Daraus entwickelt der Beitrag eine
pastoralpsychologische Vision gelingender Transformation.

The transformation of the Church presents new challenges for all pastoral
professions. But how do young pastoral ministers view this transformation?
An exploratory survey portrays a generation that is highly open to change
and has clear expectations regarding the success of the transformation. Closeness
to people and closeness to God provide the interpretive framework for
their hopes, uncertainties, and worries – as well as for their struggle to live
out their calling under changing conditions. Based on these findings, the article
articulates a pastoral-psychological vision of successful ecclesial transformation.

S. 69–78

… die Kirche im Dorf lassen?!, lautete das Thema eines Studientages der
Theologischen Fakultät Paderborn am 7. März 2026, der sich in Anbetracht
abnehmender personeller und finanzieller Ressourcen mit der Frage einer
weiteren Nutzung oder Verwendung von Kirchengebäuden befasste. Dieser
Beitrag möchte theologische und rechtliche Grundlagen benennen und Aspekte
im Blick auf anstehende Entscheidungen skizzieren.

… leave the church in the village?!, was the theme of a study day held by
the Theological Faculty of Paderborn on March 7, 2026, which addressed the
question of the future use of church buildings in view of declining human and
financial resources. This article aims to identify theological and legal principles
and outline aspects to consider in view of upcoming decisions.

S. 79–85

Bei Kirchenprofanierungen handelt es sich nicht allein um kirchenrechtliche
oder bauliche Prozesse, sondern vor allem auch um emotionale Ereignisse.
Der Beitrag untersucht die dabei auftretenden Emotionen aus psychologischer
Perspektive. Angelehnt an den Dreischritt „Sehen – Urteilen – Handeln“
werden die emotionalen Reaktionen beschrieben, mithilfe des transaktionalen
Stressmodells nach Lazarus erklärt, um sodann Implikationen für die
pastorale Begleitung von Profanierungsprozessen zu entwickeln.

The deconsecration of churches is not merely a matter of canon law or structural
processes, but above all an emotional event. This article examines the
emotions that arise in such contexts from a psychological perspective. Drawing
on the three-step process of “seeing – judging – acting,” the emotional
responses are described and explained using Lazarus’s transactional stress
model, with the aim of developing implications for pastoral accompaniment
during deconsecration processes.

Redaktion

Hinweise für Autorinnen und Autoren

Mit Manuskriptangeboten oder Rezensionswünschen können Sie sich jederzeit an die Redaktion wenden. Gerne nehmen wir auch Reaktionen auf aktuelle theologisch relevante Themen, Diskussionen oder Ereignisse in Form von Kommentaren oder Kurzbeiträgen an. Wir bitten dabei um eine vorherige Absprache, damit eine kurzfristige Planung möglich ist.
Angebotene Beiträge müssen Erstpublikationen sein und dürfen nicht gleichzeitig bei einer anderen Zeitschrift eingereicht werden. Nach positivem Gutachten ist der Text an die formalen Vorgaben der Zeitschrift anzupassen, die unten auf dieser Seite heruntergeladen werden können.

 

Umfang:
Beiträge: max. 40.000 Zeichen mit Leerzeichen
Kurzbeiträge: max. 20.000 Zeichen mit Leerzeichen
Rezensionen: max. 5.000 Zeichen mit Leerzeichen

 

Redaktionsschluss:

Heft 1: 01.10. des Vorjahres
Heft 2: 15.12. des Vorjahres
Heft 3: 01.04.
Heft 4: 15.06.

 

Review-Verfahren

Eingereichte Beiträge werden in einem ersten Schritt von der Redaktion und Schriftleitung auf ihre generelle Publikationsfähigkeit überprüft. Falls diese gegeben ist, werden die Beiträge in einem zweiten Schritt durch ein Peer-Review-Verfahren von mindestens einer Fachgutachterin oder einem Fachgutachter auf ihre wissenschaftliche Qualität geprüft. Auf der Grundlage dieser Bewertung entscheidet die Schriftleitung, ob der Beitrag abgelehnt oder ohne bzw. mit Überarbeitung angenommen wird. In strittigen Fällen kann auch ein weiteres Gutachten hinzugezogen werden.
Im Falle von Themenheften entfällt die Begutachtung der angefragten Beiträge.

 

Manuskripthinweise

Achtung: Zum Jahr 2027 hin wird das Zitationssystem verändert (siehe PDF). Bitte beachten Sie für das Einreichen von Beiträgen unsere Hinweise zur Manuskripterstellung.

Kontakt zur Redaktion

Mag. theol. Monika Heidkamp

Redakteurin Theologie und Glaube
Telefon: +49 5251 121-740

Schriftleitung

© ThF PB

Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn

Professor | Lehrstuhlinhaber
Telefon: +49 5251 121-747

Prof. Dr. Christoph Jacobs

Professor | Lehrstuhlinhaber
Telefon: +49 5251 121-757
© ThF PB

Prof. Dr. Michael Konkel

Professor | Lehrstuhlinhaber
Telefon: +49 5251 121-707

Informationen zum Abo

Der Bezugspreis für ein Einzel-Heft beträgt derzeit 14,80 €.

Im Jahresabonnement erhalten Sie vier Ausgaben pro Jahrgang zum Preis von 48,00 €.

 

Der Abschluss des Abonnements kann innerhalb von zwei Wochen widerrufen werden. Entscheidend für die Wahrung der Frist ist der Eingang beim Verlag.

 

Das bestehende Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn bis zum 1. Dezember des laufenden Jahres keine Kündigung beim Verlag erfolgt.

 

Für Bestellungen, Kündigungen und sonstige geschäftliche Mitteilungen wenden Sie sich bitte direkt an den Verlag:

Aschendorff Verlag GmbH & Co.KG
Soester Straße 13
48155 Münster
buchverlag@aschendorff.de


Verantwortlich für den Inhalt:

Schriftleitung „Theologie und Glaube“
Theologische Fakultät Paderborn
Kamp 6
33098 Paderborn