Die Theologische Fakultät Paderborn nimmt als Hochschule und als Teil der Stadtgesellschaft Paderborn ihre Aufgabe wahr, die tehologisch-Philosophisch, aber auch künstlerisch interessierte Öffentlichkeit mit eigenen Veranstaltungen zu informieren oder sich in aktuelle Diskurse einzubringen. Theologisch-philosophische Themen werden mit der traditionsreichen Vorlesungsreihe Montagsakademie – in diesem Winter zum Thema „(In-)humaner Glaube. Licht und Schatten in der Religion“, mit dem Format rethinking religion – Gespräche über Religion im Erzbistum Paderborn (in Kooperation mit der TU Dortmund) oder im letzten Wintersemester erstmals mit der Ringvorlesung „Herausforderungen und Konfliktfelder im Gesundheitswesen aus medizinischer und theologischer Perspektive“ (in Kooperation mit dem St. Johannes Hospital Dortmund) zur Auseinandersetzung in die Öffentlichkeit gebracht.
Im Wintersemester 2025/26 unterzog die Montagsakademie die Kirche einer Relevanzprüfung und fragt: „Wozu noch Kirche? Die Referentinnen und Referenten behandelten in Hinblick auf ihr jeweiliges Thema diese Frage wirklich offen und konsequent bis hin zur eventuellen Irrelevanzanzeige – und nicht als rhetorische Frage. In der Vorlesung am 3. November 2025 traten zwei Personen aus unterschiedlichen Lebenswelten, Erzbischof Dr. theol. Udo Markus Bentz und Dr. theol. Daniel Deckers, Leiter des Ressorts „Die Gegenwart“ der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in einen Dialog. Sie bearbeitteen die übergreifende Frage der Vorlesungsreihe bewusst realistisch in zwei Richtungen: Wozu brauchen wir noch die Kirche – und wozu nicht mehr?
Die Montagsakademie im Wintersemester 2026/27 widmete sich dem Thema „(In-)humaner Glaube. Licht und Schatten in der Religion“. Die Referentinnen und Referenten gehen den Ambivalenzen des Religiösen nach und fragen zugleich nach Möglichkeiten des Umgangs damit. Sie tun dies, indem sie meist mit Fokus auf das Christentum, aber auch mit Seitenblicken auf andere Religionen versuchen, Licht und Schatten in der Religion – sowie die zahlreichen Grautöne und Schattierungen dazwischen – zu benennen und zu beschreiben. Und sie versuchen, Maßstäbe und Strategien zu entwickeln, wie religiös Handelnde die humanisierenden Potentiale des Religiösen zur Geltung bringen und umgekehrt die Gefahren des Religiösen erkennen und einhegen können.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Theologie trifft Kultur will die Theologische Fakultät Paderborn den akademischen Raum für Dialoge mit den unterschiedlichen Künsten öffnen. Realisiert wird dies durch eigene Veranstaltungen oder Kooperationen mit Kulturpartnern. In diesem Jahr verwandelten die Künstler Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann mit der RoadMapFuture den Mittelgang der barocken Universitäts- und Marktkirche in eine Bilderstrasse. Das partizipative Kunstwerk fand im Rahmen der Themenwoche Kunst – Religion – Umwelt der AG ZeKK and the Arts statt und ist Teil der „Wissenschaftlichen Perspektiven auf Kunst, Religion, Umwelt“, die vom 20. bis 22. November an der Theologischen Fakultät Paderborn stattfand.